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Wenn aus einer Mauer ein „Zuhause“ wird
Farbenfrohe Spraydosen, kreative Ideen und jede Menge Begeisterung: Aus einer bislang kahlen Gebäudemauer am Wohnhaus Lendkai 89/89a entstand dank zwölf Jugendlichen ein beeindruckendes Kunstwerk. Unter der Anleitung des Künstlers Christoph Zeugswetter, besser bekannt als „Monsieur Schabernack“, wurde so ein Leitsatz der GWS zum Leben erweckt. Schönes Wohnen bedeutet nicht nur Wohnungen, die begeistern, sondern auch ein schönes Umfeld.
Kunstprojekt bei Freunden
Es fühlte sich wie ein Treffen unter Freunden an, die sich für ein Kunstprojekt verabredet haben. Dabei kennen sich weder die Kinder untereinander noch der Künstler die Auftraggeber zu diesem Zeitpunkt persönlich – und doch war es von Anfang an wie Freundschaft. Neugier, Kreativität und Gemeinschaft standen im Mittelpunkt. Werte, die auch die GWS seit mittlerweile 75 Jahren prägen. Zustande gekommen ist „einWANDfrei“ nämlich aufgrund des Jubiläums, dass die GWS feiert. 75 Jahre GWS, 24 Jahre Tochterunternehmen mit neuer Marke „NEXT by GWS“ – also 99 +1, denn ein Jahr lang wird mit verschiedensten Projekten gefeiert. Und bei einem davon durften wir dabei sein.

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„Zuhause“
Der Workshop startete bereits am Vortag mit einer Einführung in die Welt der Graffiti. Die Jugendlichen lernten den richtigen Umgang mit Spraydosen, beschäftigten sich mit Techniken, Bildaufbau und Gestaltung und entwickelten erste Skizzen für ihr gemeinsames Werk. Das Projekt sollte Bewusstsein für fremdes Eigentum schaffen, einen verantwortungsvollen Umgang mit dem öffentlichen Raum vermitteln und jungen Menschen zeigen, dass Graffiti Kunst sein kann – wenn sie am richtigen Ort entsteht. Am zweiten Tag wurde es dann ernst: Die Entwürfe wurden unter professioneller Anleitung auf die große Wand übertragen. Das zentrale Thema lautete „Zuhause“. Die Jugendlichen setzten sich dabei mit Fragen auseinander, was Heimat, Gemeinschaft und Zusammenhalt für sie bedeuten. Entstanden ist ein farbenfrohes Wandgemälde voller persönlicher Gedanken, kreativer Symbole und positiver Botschaften. Von weiter weg betrachtet wird dann auch das Wort Zuhause sichtbar.

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Wohnraum, der verbindet
Besonders passend war dabei der Ort des Projekts. „Viele der teilnehmenden Jugendlichen leben selbst in Wohnanlagen der GWS oder haben einen direkten Bezug dazu. Das macht uns natürlich sehr glücklich, dass Bewohner unserer Objekte selbst zur Verschönerung beitragen“, sagt Lea-Maria Mayrwöger, Organisatorin von „einWANDfrei“. So wurde die Mauer nicht nur zur Leinwand, sondern auch zu einem Ausdruck ihres eigenen Lebensumfelds. Der künstlerische Austausch fand genau dort statt, wo Menschen wohnen, aufwachsen und ihren Alltag verbringen. Das Projekt „einWANDfrei“ steht zugleich für einen wichtigen gesellschaftlichen Gedanken: Junge Menschen brauchen Räume, in denen sie sich kreativ entfalten können. Die Aktion setzte daher auch ein Zeichen für mehr legale Flächen für urbane Kunst und Graffiti in Graz. Wer Jugendlichen Möglichkeiten gibt, ihre Talente sichtbar und verantwortungsvoll auszuleben, schafft nicht nur Kunstwerke, sondern stärkt auch das Miteinander.

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Großartiges Jubiläum
Für die GWS war die Veranstaltung ein weiterer Höhepunkt ihres Jubiläumsjahres. Seit 75 Jahren steht das Unternehmen für die Schaffung von lebenswertem Wohnraum. Gemeinsam mit NEXT betreut die GWS heute rund 17.000 Einheiten und mehr als 21.000 Kundinnen und Kunden. „NEXT heißt, dass wir bereit sind für neue, innovative Projekte! Dabei stehen unsere Kunden stets an erster Stelle und wir versuchen, dass unsere Gebäude sich stets entwickeln“, erzählt GWS-Geschäftsführerin Mag. (FH) Martina Haas. Durchschnittlich entstehen jährlich rund 250 neue Wohnungen – immer mit dem Anspruch, nicht nur Wohnraum, sondern ein Zuhause zu schaffen.
Das Wandbild am Lendkai macht genau diesen Anspruch sichtbar. Es erzählt von Gemeinschaft, Kreativität und Mitgestaltung. Vor allem aber zeigt es, dass Zuhause weit mehr ist als ein Gebäude. Zuhause entsteht dort, wo Menschen sich einbringen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam etwas Bleibendes schaffen. Aus einer grauen Mauer wurde ein farbenfrohes Kunstwerk. Aus einem Workshop wurde ein Erlebnis. Und aus zwölf jungen Menschen wurden für zwei Tage die Gestalterinnen und Gestalter ihres eigenen Lebensraums.












