Sie fahren, damit wir nicht stehen

Die Mitarbeiter der ASFINAG sind das ganze Jahr lang auf den Autobahnen Österreichs unterwegs und sorgen dafür, dass wir bei jeder Witterung und Verkehrslage sicher ans Ziel kommen. Wir haben Christian und Corinna bei ihrer Arbeit begleitet.

„Ganz schön laut hier.“ Das ist so in etwa das Erste, das einem auffällt, wenn man auf der Autobahn steht. „Huch, ich gehe wohl besser noch einen Schritt zurück“, sind dann die Gedanken, wenn der erste Lkw vorbeibrettert. Für Christian und Corinna Alltag, denn sie arbeiten bei der ASFINAG und sorgen dafür, dass wir bei Höchstgeschwindigkeiten auf der Autobahn sicher an unser Ziel kommen. Wir haben die beiden Mitarbeiter der ASFINAG bei ihrem Dienst begleitet. Sie sorgen dafür, dass die Autobahnen im Gebiet Graz sicher sind und der Verkehr läuft.

Sicher über die Grazer Autobahnen

Corinna und Christian sind eines von zwei Teams, die auf den Autobahnen zwischen Gratkorn und Spielfeld sowie Gleisdorf und Mooskirchen unterwegs sind. Sie holen uns bei der „ASFINAG Verkehrsmanagement und Überwachungszentrale“ bei der Tunneleinfahrt des Plabutsch ab und wir fahren in Richtung Süden.

Wir sitzen zwischen Verkehrshütchen, Schneidezangen und Ölbindemittel – nun ja, eben alles, was man so braucht, um auf der Autobahn für Sicherheit zu sorgen. Wir wundern uns ein wenig, als wir nach nur etwa fünf Minuten bei Seiersberg von der Autobahn abfahren, um gleich wieder auf die Autobahn aufzufahren. „Zu unserem Aufgabengebiet zählen neben der Autobahn auch die Auf- und Abfahrten sowie Pannen- und Rastplätze“, erzählt Christian.

 

Und Action!

Bereits bei der dritten Abfahrt haben die beidenzum ersten Mal an diesem Tag Arbeit. Ein Teil wurde gesichtet. Corinna, die heutige Fahrerin, fährt nach der Abfahrt auf den Pannenstreifen und aktiviert das Auto. Das bedeutet: Das Orange­ licht am Dach geht an und die Anzeigetafel wird ausgefahren und aktiviert. Dann heißt es „Alles aussteigen“ – mitten auf der Autobahn. Die Worte „Wind“ und „laut“ beschreiben die ersten Sekunden nach dem Öffnen der Türe am besten. Kleinigkeiten, die uns auffallen, wenn man am Rande der Autobahn steht: Die Fahrspuren sind viel breiter, die Schilder viel größer und der Sog eines Lkw viel stärker, als man annimmt. Während Corinna alles absichert, holt Christian den Störenfried von der Straße. Es ist ein nicht definierbares, weiches Plastikteil, das hinten im Auto in den „Mülleimer“ kommt. „Das ist für uns ganz normal“, sagt Corinna. „Man mag nicht glauben, was die Leute alles verlieren.“

Stille Helden

Die ASFINAG fällt sicher in die Kategorie „Wenn sie nichts zu tun haben, ist alles gut“. Und das ist Gott sei Dank auch der Normalfall. „Es fahren um die 100.000 Autos am Tag auf den Autobahnen um Graz, da rücken wir etwa sechs bis acht Mal am Tag aus, was bei dieser Summe nahezu nichts ist. Aber das ist auch gut so, weil wir selbstverständlich hoffen, dass es den Leuten gut geht und sie sicher ans Ziel kommen“, sagt Christian. Zu den häufigsten Fällen zählen eben verlorene Teile oder Pannen, Unfälle passieren für die Anzahl der Autos relativ selten. „Natürlich haben wir bei Regen oder Schnee und den Reisezeiten mehr zu tun, da werden die Schichten dann schon stressig“, erzählt Corinna. Aber heute war bis jetzt, zum Glück, alles ruhig. Wir kontrollieren noch ein paar Auf- und Abfahrten, dann geht es zurück in die Zentrale.

Das Auge der Autobahn

In der „ASFINAG Verkehrsmanagement und Überwachungszentrale“ angekommen, betreten wir die Zentrale. Hier sitzt Ralf Lafer, der Leiter der Abteilung Traffic Management Österreich. Dann sagt er die erhofften Worte: „Wollts reinschauen?“ – die Antwort ist natürlich klar. Gemeint hat er den Raum, wo über 50 Kameras zusammenlaufen. „Die Kollegen hier sind sozusagen die Augen auf der Straße und auch für die Koordination mit Externen verantwortlich. Wenn ihr also zum Beispiel im Radio von Stau, Unfällen etc. hört, dann haben sie Bescheid gegeben“, sagt Ralf. Hier wird das ganze Jahr rund um die Uhr gearbeitet, damit man stets gut und sicher über die Autobahn kommt. Hier werden auch sämtliche Anzeigen gesteuert, wie etwa „Achtung Stau“, „Unfall“ und sämtliche Tempolimits. „Hier wird, so gut es geht, der Verkehr reguliert. Den Rest erledigen die Kollegen draußen vor Ort – so wird sichergestellt, dass alles läuft“, sagt Ralf. Und tatsächlich merkt man, dass das Team der Überwachungszentrale eingespielt ist, Spaß an der Arbeit hat und gerne für Sicherheit auf unseren Autobahnen sorgt.

www.asfinag.at

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