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Infografik/ Foto: Burgenland Tourismus/Andreas Hafenscher
Drei Regionen. Ein Erlebnis. „Dem Gast sind Grenzen egal“
Hoffentlich ist der Kofferraum groß genug. Der könnte fast als Gradmesser für einen gelungenen Urlaub in diesem Teil Österreichs herhalten. Bei der Anreise stecken darin Wanderschuhe, Radhelm und Badehose. Bei der Abreise wird es eng. Da gesellen sich plötzlich ein paar Flaschen Wein zum Gepäck, daneben Kürbiskernöl, Käferbohnen und regionale Schmankerl. Vielleicht noch ein Uhudler aus dem Südburgenland. Und irgendwo dazwischen sollten ja auch noch der Thermen-Bademantel und die tierischen Plüsch-Souvenirs aus der Tierwelt Herberstein Platz finden.
Beim 5komma5sinne-Expertentalk im Heilthermen Resort Bad Waltersdorf haben wir mit einer hochkarätigen Teilnehmerschar aus allen drei Regionen aber nicht nur einen Urlauber-Kofferraum vollgepackt. Vielmehr haben wir mit Josef Hirt (Tourismusverband Oststeiermark), Harald Popofsits (Erlebnisregion Südburgenland), Karin Winkler (Tierwelt Herberstein), Bürgermeister Stefan Laimer (Kurort Bad Tatzmannsdorf) Vizebürgermeister Herbert Ferstl („2-Thermenregion Bad Waltersdorf“), Oliver Stangl (Stadtgemeinde Jennersdorf) und Gastgeberin Bernadette Maierhofer (Heilthermen Resort Bad Waltersdorf) über die großen Chancen verstärkter Zusammenarbeit diskutiert.
Urlaub ohne Grenzen
Die Frage, die wir von 5komma5sinne ganz bewusst auf den Tisch legten: Warum setzen wir diese drei Puzzleteile touristisch nicht noch öfter zusammen? Harald Popofsits (Südburgenland) kann über diese Frage fast nur schmunzeln. Gemeinsame Rad- und Wanderwege, Projekte in der Regionalentwicklung und sogar eine gemeinsam entwickelte E-Kutsche zeigen für ihn, dass Zusammenarbeit bereits stattfindet. „Ein Einzelkämpfer wird nicht lang kämpfen, gemeinsam sind wir stark“, sagt er und bringt es bei unserem Talk auf den Punkt: „Wir befinden uns zwar in einem kleinen Raum, aber wir sind alle Großraumdenker.“
Oder wie Karin Winkler von der Tierwelt Herberstein sagt: „Kreativität hat überall Platz, da braucht es kein Kirchturmdenken.“ Für Oliver Stangl gehört das Überschreiten von Grenzen in Jennersdorf zum Alltag. Der Raabtalradweg führt aus der Oststeiermark über das Thermen- & Vulkanland bis in die Sportstadt Jennersdorf. Gäste schlafen im Südburgenland, fahren zum Buschenschank ins Vulkanland, besuchen eine Therme oder die Friedensburg Schlaining. Und von Jennersdorf aus geht der Blick weiter nach Slowenien und Ungarn. „Das ist bei uns schon immer gelebte Kultur“, sagt Stangl. Jennersdorf habe sogar eine steirische Postleitzahl …
Auch Bad Tatzmannsdorfs Bürgermeister Stefan Laimer sieht in dieser geografischen Nähe einen Trumpf. „Die drei Regionen haben eine ähnliche Mentalität, ähnliche Strukturen und viel gemeinsame Tradition.“ Zwischen Wien und Graz gelegen, sei ein großer Teil dieses Erlebnisraums innerhalb einer halben oder Dreiviertelstunde erreichbar.
Gäste packen ihre Koffer, und nehmen mit....
Wenn es eine große Gemeinsamkeit und Stärke der drei Regionen Oststeiermark, Südburgenland und Thermen- & Vulkanland gibt, dann diese: Beim Heimfahren ist der Kofferraum der meisten Gäste randvoll mit Spezialitäten aus der Region.
Rad- und Wanderwege verbinden die Regionen bereits
Vor allem bei den touristischen Angeboten entdecken wir erstaunlich viele gemeinsame Nenner: Genuss, Wellness, Radfahren, Golf, Wandern und Ganzjahrestourismus. Entlang des erwähnten Raabtalradwegs vom Almenland über Feldbach bis Jennersdorf darf jeder selbst entscheiden, ob er sportlich Kilometer sammelt oder gemütlich von Genussstation zu Genussstation rollt. Ähnlich beim Wandern: Der Alpannonia-Weitwanderweg (vom oststeirischen Joglland übers Burgenland bis nach Kőszeg in Ungarn) macht vor, wie nebensächlich Regions- oder Landesgrenzen für ein Urlaubserlebnis sind. Übrigens: Bad Tatzmannsdorf ist das erste Wanderdorf im Burgenland.
Josef Hirt (Oststeiermark) sieht neben der Gastfreundschaft der Menschen gerade in der Landschaft eine starke Klammer. Hügelig ist es überall, einmal mehr, einmal weniger. „Das Schöne daran: Hinter dem nächsten Hügel wartet schon wieder etwas Neues. Eine Landschaft zum Radeln und Wandern, ohne dass es dabei gleich hochalpin werden muss.“ Auch die „2-Thermenregion Bad Waltersdorf“ setzt mit ihrer Genusstour auf die in dieser Region so erfolgreiche Kombination aus Bewegung und Kulinarik, sagt Vizebürgermeister Herbert Ferstl. Der Gast kann radeln, wandern, einkehren, Produzenten kennenlernen – und am Abend ins warme Thermalwasser steigen. Das sei eine gemeinsame Chance für alle drei Regionen.
Entscheidend ist die kurze Distanz, nicht die Region
Die Thermen und Wellnessangebote sind eine Besonderheit, die diesen Erlebnisraum unverwechselbar machen. Wichtig sind sie weit über den klassischen Thermenurlaub hinaus. Josef Hirt verweist auf eine Gästebefragung in der Oststeiermark. Dabei zeigte sich, dass Gäste die große Thermendichte im Nahbereich sehr schätzen. Ob das warme Wasser in Bad Waltersdorf, Loipersdorf oder auf burgenländischer Seite in Stegersbach oder Bad Tatzmannsdorf wartet, ist für viele zweitrangig. Entscheidend ist, dass es in kurzer Fahrdistanz erreichbar ist.
Bernadette Maierhofer erlebt gleichzeitig, wie sich der Thermenurlaub verändert. Das Heilthermen Resort Bad Waltersdorf ist ein Ganzjahresbetrieb, seine Gäste suchen jedoch ein Gesamterlebnis: Wellness und Therme werden mit Kulinarik und dem Besuch kleiner Produzenten und Ausflugsziele wie der Tierwelt Herberstein kombiniert. Und auch hier gilt wieder: Dieses Lebens- und Urlaubsgefühl ist komplett unabhängig von politischen oder touristischen Grenzen. Auch Bad Tatzmannsdorf kann mit starken Wellness-Angeboten aus dem Vollen schöpfen. Für Stefan Laimer liegt die Zukunft deshalb im Zusammenspiel: tagsüber Bewegung, Ausflugsziele oder Familienangebote, davor und danach Wellness, Kulinarik und Erholung. So wird aus dem Thermenurlaub ein Urlaub in der Region.
Kernöl, Uhudler & Co.: Genuss kennt keine Grenzen
Der wohl stärkste gemeinsame Nenner der drei Regionen lässt sich weder erradeln noch erwandern. Man kann ihn essen und trinken. Herbert Ferstl nennt Kulinarik und Genuss gemeinsam mit der Gastfreundschaft als prägende Verbindung aller drei Regionen. Wein und regionale Lebensmittel werden hier schon seit Jahrzehnten ganz bewusst in den Vordergrund gerückt.
So wird es oft sogar schwierig, ein Produkt überhaupt einer Seite der Landesgrenze zuzuordnen. Im Südburgenland steht der Käferbohnensalat selbstverständlich mit Kernöl auf der Karte. Isabellatrauben wachsen auch jenseits der burgenländischen Grenze, nur Uhudler heißen darf der Wein der Isabellatraube hier nicht. Und eines der meistprämierten steirischen Kürbiskernöle, wirft Oliver Stangl augenzwinkernd ein, komme regelmäßig aus Königsdorf im Bezirk Jennersdorf.
Fazit: Uhudler, Käferbohne, Kernöl & Co. kennen keine Grenzen. Genau hier schließt sich auch der Kreis mit dem Kofferraum vom Beginn unserer Geschichte. Denn diese Produkte sind keine beliebigen Souvenirs. Gäste begegnen ihnen beim Frühstück, im Wirtshaus, beim Buschenschank oder direkt beim Produzenten. Bernadette Maierhofer erzählt, dass Gäste im Heilthermen Resort gezielt fragen, woher Produkte am Frühstücksbuffet stammen. Ihre häufige Antwort: „Der Produzent liegt auf Ihrem Heimweg, fahren Sie doch vorbei.“ Aus dem Frühstück wird ein Einkaufstipp, aus dem Urlaubsgast ein Kunde beim Direktvermarkter. Tourismus bringt Gäste zu den Produzenten. Die Produzenten geben dem Tourismus Geschmack. Eine ziemlich genussvolle Symbiose.
Die Stärke der Region schmeckt man auch
Zusammenhalt sollte im eigenen Haus beginnen
Oliver Stangl findet trotzdem, dass noch einiges geht. Während regionale Fruchtsäfte in großen Tourismusbetrieben selbstverständlich seien, sieht er etwa bei Gemeindeveranstaltungen Nachholbedarf. Warum Produkte von weit her ankarren, wenn rundherum hervorragende Obst- und Weinbauern arbeiten? An solchen Punkten wollen auch wir von 5komma5sinne ein wenig anschieben. Denn oft beginnt Zusammenarbeit ganz im Kleinen, weitab touristischer Millionenprojekte. Im Wissen, was der Nachbar anbietet. Seine Produkte verwenden. Seinen Betrieb empfehlen. Den Gast darauf aufmerksam machen, dass fünf, zehn oder zwanzig Kilometer weiter ein lohnendes Ausflugsziel wartet.
Karin Winkler forciert diesen Gedanken aus Sicht eines großen Outdoor-Ausflugsziels. Für die Tierwelt Herberstein sind Kooperationen stets ein großes Thema, vor allem auch, wenn es darum geht, zum Beispiel den so wichtigen Wiener Herkunftsmarkt gezielt anzusprechen. Und die Zusammenarbeit reicht mitunter in überraschende Bereiche: Beim seltenen Weißen Barockesel steht Herberstein im Austausch mit burgenländischen Partnern. Die touristische Verbindung hat also sogar lange Ohren.
Ohne Auto wird das Grenzenlose schwieriger
An einem Punkt tauchen die Grenzen allerdings wieder ziemlich deutlich auf: beim öffentlichen Verkehr. Herbert Ferstl sieht darin eines der großen Zukunftsthemen. Gerade jüngere Menschen aus Städten besitzen immer öfter kein Auto. Der Thermenlandbus von Wien funktioniert bereits, die Thermenbahn zu erhalten, ist aus seiner Sicht unerlässlich, um die Mobilität innerhalb der Region sicherzustellen.
Bernadette Maierhofer bestätigt, dass die direkte Busverbindung aus Wien von Gästen sehr gut angenommen wird. Ausgerechnet Graz sei hingegen öffentlich schwierig erreichbar. Karin Winkler sieht die nächste Hürde gleich dahinter: Wer öffentlich in der Region ankommt, muss auch bequem nach Herberstein und zu anderen Ausflugszielen gelangen.
Jennersdorf zeigt, wie es gehen kann. Vom Grazer Hauptbahnhof erreicht man die Stadt in weniger als einer Stunde, für die letzte Meile gibt es mit dem Sammeltaxi BAST weitere Möglichkeiten bis Richtung Therme Loipersdorf. In der Oststeiermark soll SAM ähnliche Aufgaben übernehmen, wobei Josef Hirt bei der flächendeckenden Erschließung noch deutlich Luft nach oben sieht. Auch hier lautet die Aufgabe also: vorhandene Puzzleteile besser zusammensetzen.
Was tun bei Sommerhitze?
Eine spannende Gemeinsamkeit zeigt sich beim Blick auf den Kalender: Alle drei Regionen „können“ zwölf Monate Urlaub. Nur die jeweilige Hauptsaison schaut unterschiedlich aus. Wenn für die Thermen im Herbst die stärkere Zeit beginnt, läuft in der Erlebnisregion Südburgenland der Weinherbst auf Hochtouren. Harald Popofsits beschäftigt deshalb besonders der Frühling. Mitte März beginnt es mit dem „Losradeln“-Event, danach blüht die Region auf. Daraus könnte seiner Meinung nach auch über die Grenzen hinweg mehr entstehen. Josef Hirt nimmt die Vorlage gerne an. Schließlich habe die Oststeiermark eine Apfelblüte, die sich vor der berühmten Marillenblüte der Wachau keineswegs verstecken müsse. Radfahren, Wandern und Naturerlebnisse ziehen die Saison nach vorne; im Spätherbst setzt etwa die Hirschbirnwanderung im Pöllauer Tal einen weiteren Akzent. Die 2-Thermenregion Bad Waltersdorf startet traditionell mit dem beliebten ORF Radio Steiermark Lauf in den Frühling. Im Herbst (diesmal am 11. Oktober) gibt es den Genusstour-Wandertag mit 25 Erlebnis- und davon 14 Genussstationen.
Dazwischen liegt der Sommer – und der wird zunehmend zur Herausforderung. Karin Winkler spürt extreme Hitze in der Tierwelt Herberstein unmittelbar und will das Ausflugsziel deshalb noch stärker ganzjährig entwickeln. Stefan Laimer sieht ebenfalls die Notwendigkeit, für heiße Juli- und Augusttage neue Angebote und Kombinationen zu entwickeln. Bernadette Maierhofer beobachtet gleichzeitig Gäste, die bewusst nicht mehr in heiße Meeresregionen fahren. Und Josef Hirt kann mit dem Almenland sogar ein Stück oststeirische Coolcation ins gemeinsame Angebot werfen. Auch hier zeigt die Vielfalt der drei Regionen: Irgendwo findet der Gast sicher zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter das richtige Angebot.
Drei Puzzleteile, die zusammengehören
Fazit unseres Talks: Die Gemeinsamkeiten sind bereits da: Radfahren, Wandern, Wellness, Ganzjahrestourismus – und eine starke Kulinarik mit ihren Produzenten. Der Gast setzt diese Puzzleteile ohnehin zusammen, fährt und wandert über Regionsgrenzen und nimmt am Ende ein Stück davon mit nach Hause. Jetzt gilt es, ihm das noch leichter zu machen und die vorhandenen Verbindungen weiter auszubauen. Die Blitzrunde beim Expertentalk zeigte jedenfalls: Gemeinsam geht noch einiges. Und wir von 5komma5sinne helfen gerne mit, dieser Zusammenarbeit auf die Sprünge zu helfen. Denn spätestens beim Blick in den randvollen Kofferraum wird klar: Der Gast denkt ohnehin grenzenlos.
Urlaubsgenuss mit allen Sinnen
Zwei Thermen, Weinberge, fruchtbares Land und jede Menge Genuss: Die 2-Thermenregion Bad Waltersdorf kann touristisch und optisch aus dem Vollen schöpfen. Für Vizebürgermeister Herbert Ferstl liegt die Aufgabe der Gemeinde darin, „unsere Betriebe bestmöglich zu vernetzen“ und Produzenten an einen Tisch zu bringen. Wie das schmecken kann, zeigt die zwölf Kilometer lange Genusstour mit Wandern, Wein, Jause und Aussicht. Gleichzeitig wird weiter in Rad- und Wanderwege investiert. Und Ferstl denkt über den Kirchturm hinaus: „Unsere Gäste denken nicht innerhalb von Gemeindegrenzen, sondern wollen einfach schöne Tage erleben.“ Damit sie dies auch ohne Auto können, pocht er auf Verbesserungen im öffentlichen Verkehr: „Thermenbahn stärken, Weiterführung und Ausbau der Thermenlandbusverbindung und die Graz-Anbindung verbessern.“
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Harry Schiffer
Die Menschen als größter Schatz
Mit „einfach kOSTbar“ bringt die Oststeiermark ihre Stärken gern auf den Punkt. Ihr kostbarster Schatz? Für Josef Hirt vom Tourismusverband Oststeiermark sind es „ganz klar die Menschen“: Gastgeber, die sich Zeit nehmen und für persönliche Atmosphäre sorgen. Radfahren, Wandern und Genuss sind die großen Urlaubsmotive – und führen längst über Grenzen: Raabtalradweg und Alpannonia (der Weitwanderweg startet im Joglland) machen es vor. Auch touristisch gilt für Hirt: Nachbarschaft mitdenken. Thermen, Ausflugsziele und Produzenten profitieren voneinander. „Die Touristiker brauchen die Produzenten und umgekehrt.“ Denn den Gästen seien Orts- oder Verbandsgrenzen „völlig gleichgültig – und wir sind froh, dass wir uns gegenseitig befruchten können“. www.oststeiermark.com
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Harry Schiffer
Wein und Genuss ohne Grenzen
Den originalen Uhudler genießen, im Kellerstöckl nächtigen, durch die Wein-idylle Südburgenland radeln: Für Harald Popofsits von der Erlebnisregion Südburgenland liegt die Stärke des Südburgenlands darin, regionale Originale zu echten Urlaubserlebnis-sen zu machen. Die Zugpferde Wein und Genuss verbinden dabei längst mit den steirischen Nachbarn, der Alpannonia-Weitwanderweg und die Paradies-Route ebenso. „Die Lafnitz als frühere Grenze gilt schon lange nicht mehr.“ Und auch Richtung Graz rückt das Südburgenland näher an die Steiermark heran: Die Busverbindungen von Graz wurden ausgebaut und bringen Gäste direkt in die Region. Wer in einer Burgenland-Card-Partnerunterkunft übernachtet, fährt mit dem Bus sogar kostenlos ins Südburgenland. Und auf der Linie B2 ist auch das Fahrrad kostenlos mit an Bord.
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Harry Schiffer
Tierisch gut vernetzt
Mit über 700 Tieren von 90 Arten und jährlich mehr als 200.000 Besucherinnen und Besuchern ist die Tierwelt Herberstein rund ums Gartenschloss Herberstein einer der touristischen Leitbetriebe der Oststeiermark. Und genau deshalb streckt Karin Winkler von der Geschäftsleitung die Fühler weit übers Tierische hinaus, Richtung Stubenbergsee, Verkehrsbetriebe, Produzenten und Nachbarregionen – und natürlich Richtung Zielmarkt Graz und Wien. Für Karin Winkler ist klar: „Kreative Ideen haben überall Platz – da braucht es kein Kirchturmdenken.“ Regionalität lebt Herberstein auch selbst: Im Restaurant Simba-Welt finden sich Bio-Eier, Bio-Säfte sowie Obst und Gemüse aus der Region. Und ihr ganz persönlicher Liebling? „Das ist unser Brillenbär Hubärt, der Hubsi.“
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Harry Schiffer
Kurtradition mit Innovation
Kurtradition trifft auf neue Urlaubswünsche: Die Stärke Bad Tatzmannsdorfs liegt für Bürgermeister Stefan Laimer (er ist Geschäftsführer der Kurkommission) im Zusammenspiel der Leitbetriebe AVITA, Reduce und Reiters mit kleineren Betrieben und regionalen Produzenten. Wellness, Golf, Radfahren und Kulinarik sollen immer stärker ineinandergreifen. Dies sieht er als Trumpf, damit die Gäste in Zeiten von Kurzurlauben länger bleiben – und wiederkommen. Mit 300 Veranstaltungen und über 1.000 Aktivitäten im Jahr gibt es dafür reichlich Gründe. Stefan Laimer denkt über Ortsgrenzen hinaus: In der Angebotsentwicklung sieht er großes Potenzial für mehr Zusammenarbeit des Südburgenlandes mit der Oststeiermark und dem Thermen- & Vulkanland.
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Harry Schiffer
Quelle für Entspannung und Genuss
Seit 1984 ist das Heilthermen Resort Bad Waltersdorf eine Quelle für die Anziehungskraft des Thermen- und Vulkanlandes. Und der Thermenurlaub hat sich weiterentwickelt, weiß Prokuristin Bernadette Maierhofer: Heute wollen Gäste auch die Region rundherum erleben – mit Ausflugszielen, Radwegen und vor allem Kulinarik. Die Heiltherme setzt seit jeher auf heimische Produzenten und empfiehlt Gästen gern Buschenschanken und Hofläden. Auch die neuen Lebensquellen-Naturwege und Rennradcamps zeigen, wie eng Wellness und Bewegung zusammenspielen. „Auch Zusammenarbeit über Regionsgrenzen hinweg ist für uns das A und O.“ Zukunftsthema bleibt die öffentliche Anreise. „Über den Thermenlandbus sind wir gut an Wien angebunden, nun gilt es, die Lücke nach Graz zu schließen.“
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Harry Schiffer
Sportstadt mit großen Plänen
Die Sportstadt Jennersdorf zeigt Muskeln: Beachvolleyball, Tennis, Lauf- und Radstrecken, ein riesiges Freibad – „und wohl eines der schönsten“, wie Oliver Stangl von der Stadtgemeinde anmerkt. Dazu gibt es große Pläne für eine Sport- und Eventhalle mit Fokus Volleyball. Für Stangl liegt die touristische Stärke im Zusammenspiel der Angebote. Vom Naturpark Raab und Kanufahren über Thermen bis hin zu Gastronomie und Uhudler: „Wir haben die Natur, wir haben die Angebote und wir haben die Menschen dahinter.“ Es sei alles angerichtet. Großer Trumpf sei die gute Anbindung an Graz: Rund eine Stunde dauert die Fahrt mit der Bahn, mit dem Sammeltaxi BAST geht es bis vor die Haustür der Betriebe. Zusammenarbeit ende dabei nicht an der Landesgrenze: „Zur Region gehören für mich selbstverständlich auch die steirischen Betriebe.“















