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Sarah & Harald Raiser
Kulinarium Steiermark: So gut schmeckt’s im Wechselland
Hereinspaziert bei Flourl's Schenke
Hoch über Dechantskirchen thront sie, die Flourl’s Schenke. Und das seit mittlerweile mehr als 20 Jahren! Ein beliebtes kulinarisches Ziel für Menschen von nah und fern, aber vor allem von nah. Denn wenn die Einheimischen selbst seit Jahren immer wieder kommen, ist das für uns eigentlich schon das beste Zeichen, dass ein Gastgeber ziemlich viel richtig macht.
Montags auf ein Schnitzel, donnerstags aufs Backhendl, sonntags mit der Oma zur Geburtstagsfeier oder einfach zwischendurch auf eine richtig gute Jause. Was Ingrid Lederer hier geschaffen hat, wird geschätzt. Zu Mittag wird man mit steirischer Hausmannskost verwöhnt, ab 14 Uhr stellt Ingrid dann auf Buschenschankbetrieb um. Aus dem warmen Mittagessen wird die Jause und sitzen bleiben kann man sowieso.
Spätestens wenn man Ingrid selbst kennenlernt, versteht man auch ziemlich schnell, warum die Leute so gern kommen. Ein Schmäh ist eigentlich immer dabei, ein offenes Ohr sowieso und dass am Ende alle mit vollem Baucherl und ziemlich zufrieden wieder heimgehen, dafür sorgt sie auch.
Was bei Ingrid auf den Tisch kommt
Kulinarisch macht Ingrid mit ihrer Flourl’s Schenke dem Kulinarium Steiermark alle Ehre. Wenn zum Beispiel Fisch auf den Teller kommt, stammt der aus dem Nachbarort. Und wenn eine Sulz serviert wird – und das passiert hier ziemlich oft – dann ist die selbstverständlich selbst gemacht. Das Brot dazu übrigens auch. Das Kernöl? Natürlich ebenfalls aus der Umgebung. Überhaupt ist „hausgemacht“ hier weniger Schlagwort als einfach Alltag.
Und wer nach Schnitzel, Backhendl, Jause & Co. noch Platz für etwas Süßes hat, sollte den unbedingt nutzen. Ingrid und ihr Team machen mehrmals pro Woche frische Mehlspeisen wie die Kardinalschnitte. Und wir lehnen uns jetzt einfach einmal aus dem Fenster: eine der besten weit und breit.
Wenn dann noch die Sonne scheint, wird draußen auf der Terrasse Platz genommen, mit Blick hinaus ins Wechselland. Gutes Essen, schöne Aussicht, eine Gastgeberin mit Schmäh – viel mehr braucht’s manchmal wirklich nicht.
Und wer oder was ist jetzt eigentlich der Flourl? Ja, das wissen wir ehrlich gesagt auch nicht. Aber wenn ihr bei Ingrid seid, fragt sie doch einfach selbst. Aber eines wissen wir dafür ziemlich sicher: Flourl’s Schenke ist aus Dechantskirchen nicht wegzudenken. Und aus dem Kulinarium Steiermark auch nicht.
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Grias di auf der Galtzl Trahüttn Alm
Es geht weiter Richtung Norden nach St. Lorenzen am Wechsel. Und vor allem: ordentlich bergauf. Auf rund 1.300 Metern Seehöhe landen wir bei Andreas und Nicole Pichlbauer auf der Glatzl Trahütten Alm. Was die beiden hier oben, wo einst nur ein Kuhstall staand, auf die Beine gestellt haben, kann sich mehr als sehen – und vor allem schmecken – lassen
Was besonders beeindruckt: Andreas und Nicole haben beide noch andere Berufe und betreiben die Glatzl Trahütten Alm als echtes Herzensprojekt. Begonnen hat alles mit dem Opa und einer kleinen Labstation, an der es Getränke für Vorbeikommende gab. Heute steht hier eine wunderschöne Hütte mit herrlichem Blick übers oststeirische Wechselland und einer Küche, für die sich der Weg nach oben definitiv auszahlt.
Auf 1.300 Metern wird richtig aufgetischt
Labstation ist die Glatzl Trahütte nämlich immer noch. Nur bekommt man heute ein bissl mehr als ein Getränk. Bratl, Fleischbrot, hausgemachte Mehlspeisen oder vegetarische Kaspressknödel mit einem richtig guten hausgemachten gemischten Salat. Hier wird aufgetischt, was man sich auf einer Hütte wünscht. Und dabei ist völlig egal, wie man hergekommen ist: mit Wanderschuhen, Fahrrad oder Auto – Platz nehmen und genießen dürfen alle.
Vieles von dem, was auf den Tellern landet, wächst tatsächlich auch bei Nicole im Garten. Vom Gemüse für die Salate bis zu den Kräutern für den hausgemachten Tee. Die Kuchen werden morgens frisch gebacken und sind dementsprechend saftig. Und wenn wir beim Schreiben darüber nur daran denken, läuft uns schon wieder das Wasser im Mund zusammen.
Und dann wäre da noch das Holzofenbratl. Ein echtes Holzofenbratl wohlgemerkt. Hinter der Hütte werden dafür tatsächlich noch die Holzscheiter gehackt, bevor das Bratl in den warmen Ofen wandern kann. Dass Andreas und Nicole stolz darauf sind, mit ihrer Glatzl Trahütten Alm Teil von Kulinarium Steiermark zu sein, merkt man ihnen an. Und genauso wenig wundert es uns, dass die Hütte dazugehört. Die beiden sind eigentlich ein richtig schönes Beispiel dafür, worum es bei Kulinarium Steiermark geht: Regionalität, Saisonalität, gute steirische Produkte und Menschen, die diese Philosophie nicht nur auf die Speisekarte schreiben, sondern leben und lieben.
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Sarah & Harald Raiser
Vom Opa mit seiner kleinen Labstation bis zu Andreas und Nicole mit der heutigen Glatzl Trahütte ist einiges passiert. Eines ist aber geblieben: Hier oben wird eingekehrt, gegessen, getrunken und ziemlich zufrieden wieder weitergezogen.
Und weil die Saison auf 1.300 Metern irgendwann Pause macht, gibt’s von uns schon jetzt einen ziemlich klaren Tipp für die nächste Almsaison: Wanderschuhe schnüren, Radl richten oder einfach ins Auto steigen und rauf auf die Glatzl Trahütten Alm. Aussicht genießen, Platz nehmen und unbedingt etwas essen!
Nehmt Platz im Schwarzen Adler
Nun geht’s weiter nach Friedberg, einem Ort mit ziemlich viel Geschichte im oststeirischen Wechselland. Mitten am Hauptplatz befindet sich das Hotel Restaurant Zum Schwarzen Adler – und Geschichte gibt’s auch hier jede Menge. Denn bei unserem Besuch treffen wir nicht nur auf den heutigen Gastgeber Marc Gressenbauer, sondern auch auf die Oma. Jene Generation also, die hier vor einigen Jahrzehnten den Grundstein für das gelegt hat, was ihr Enkel heute weiterführt.
Und genau das gefällt uns besonders: Marc übernimmt nicht einfach einen Traditionsbetrieb, sondern führt ihn auf seine Art weiter. Regional, saisonal und mit richtig viel Herz – und damit ziemlich genau so, wie man sich einen Kulinarium Steiermark Betrieb wünscht.
Bevor es ihn wieder nach Friedberg verschlagen hat, war Marc übrigens einige Zeit auf einem Schiff unterwegs. Am Ende ging’s aber zurück nach Hause. Wir würden sagen: Irgendwas muss dieses altehrwürdige Haus also an sich haben.
So gut schmeckt’s, wenn Tradition weitergeht
Und alt ist hier keineswegs negativ gemeint, ganz im Gegenteil! So eine schöne Gaststube wie im Hotel-Restaurant Schwarzen Adler in Friedberg haben wir tatsächlich schon lange nicht mehr gesehen. Eine altehrwürdige Stube, in der man die Geschichte des Hauses nicht versteckt, sondern ganz bewusst bewahrt und schätzt.
Aber auch sonst hat das Hotel Restaurant Zum Schwarzen Adler für ziemlich jede Gelegenheit den passenden Platz. Einen großen Saal für Hochzeiten, Geburtstage und andere Feiern, ein Gastzimmer fürs Mittagessen zwischendurch – und eben diese Stube für all jene, die kommen, um gut zu essen und vielleicht doch auch ein wenig länger bleiben.
Marcs Küche richtet sich ziemlich konsequent danach, was die Jahreszeit und die Region gerade hergeben. Bei unserem Besuch war das unter anderem eine unglaublich cremige Kürbiscremesuppe mit Kürbis aus der Umgebung. Aus einem eigentlich ganz einfachen, regionalen Produkt holt Marc dabei einen Geschmack heraus, bei dem man ziemlich schnell merkt: Hier weiß jemand, was er tut.
Danach gab’s Fisch – und den hat Marc ganz bewusst für uns ausgewählt. Denn für ihn steht dieses Gericht stellvertretend dafür, wie im Hotel Restaurant Zum Schwarzen Adler gekocht wird. Der Fisch kommt aus dem Nachbarort, dazu gibt’s passend zur Jahreszeit Kürbisstrudel. Kurze Wege, saisonale Zutaten und daraus ein richtig gutes Gericht machen – eigentlich ziemlich unkompliziert und genau deshalb so gut.
Das Schöne daran: Wer im Frühling wiederkommt, wird andere Gerichte entdecken als im Herbst. Die Speisekarte geht mit der Jahreszeit und die Region kommt gleich mit auf den Teller.
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Sarah & Harald Raiser
Ob mit der Familie, für eine große Feier oder einfach zum Mittagessen zwischendurch: Das Hotel Restaurant Zum Schwarzen Adler ist so ein Betrieb, wo man ziemlich schnell versteht, warum es ihn schon so lange gibt.
Die Oma hat begonnen, der Enkel führt es weiter – mit seinen eigenen Ideen, aber mit viel Respekt vor dem, was vor ihm da war. Und wenn dabei Regionalität, Saisonalität und steirische Wirtshauskultur ganz selbstverständlich mitgehen, dann sind wir wieder genau dort, wo wir hinwollen: bei Kulinarium Steiermark, wie wir es kennen und lieben.



