Kulinarium Steiermark: Hier liegen Genuss und Gastlichkeit in der Familie

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Drei Kulinarium Steiermark Betriebe, drei Familien und eine Region: das Joglland. Im Mönichwalderhof in Mönichwald, im Joglland Hotel Prettenhofer in Wenigzell und im Dorfhotel Fasching in Fischbach wird gemeinsam gekocht, serviert und weitergeführt, was über Generationen gewachsen ist. Bodenständig, regional und trotzdem mit Platz für neue Ideen. Wir haben uns durch alle drei Betriebe gekostet und ziemlich schnell festgestellt: Guter Geschmack liegt hier offenbar in der Familie.

Mönichwalderhof: Zwischen Wirtshausliebe und Haubenküche

Manchmal passt’s einfach. Und bei Hannah und Bernd Konrad hat man ziemlich schnell das Gefühl: Die zwei haben sich gesucht und gefunden. Nicht nur privat, sondern auch als Gastgeber. Vor einigen Jahren haben sie den Mönichwalderhof in Waldbach-Mönichwald von Hannahs Eltern übernommen und die Rollen sind ziemlich klar verteilt: Hannah hat im Service und an der Rezeption alles im Griff, Bernd steht in der Küche. Und dort kann er vieles ziemlich gut.

Denn wer unter der Woche oder auch am Wochenende im Mönichwalderhof einkehrt, bekommt richtig gutes Wirtshausessen serviert. Bodenständig, regional und genau so, wie man es sich bei uns am Land vorstellt. Und ein paar Stunden später zeigt Bernd, was er in seiner Zwei-Hauben-Küche draufhat.

Die Steiermark liefert, Bernd macht den Rest.

Weite Wege braucht es für viele Zutaten nicht. Bestes Beispiel: der Hirschrücken, der immer wieder auf Bernds Karte landet. Das Wild kommt von Jägern aus Waldbach- Mönichwald – und davon gibt’s Gott sei Dank noch einige, die am Fuße des Hochwechsels unterwegs sind. Was dort erlegt wird, landet auf ziemlich direktem Weg bei Bernd in der Küche. Und der macht dann das daraus, was er richtig gut kann: Er veredelt es.

Aus dem Hirschrücken wird zum Beispiel ein Steak mit Selleriepüree und weißer Polenta von Steirerkraft. Ein Gericht, das eigentlich ziemlich gut zeigt, wie Bernd kocht: regional verwurzelt, aber alles andere als langweilig.

Und dann wäre da noch das Dry Aged Vulkanlandschwein, das ebenfalls regelmäßig seinen Weg in seine Küche findet. Dazu Heidensterz – steirischer geht’s ja fast nicht – ein Grammelknödel und Schwammerl aus den Wäldern am Fuße des Hochwechsels. Die werden übrigens nicht irgendwo bestellt, sondern teilweise von Bernd selbst oder seiner Köchin gesammelt.

Und genau das schätzen die Gäste an der Küche im Mönichwalderhof: Bernd nimmt Zutaten, die fest in der Region verwurzelt sind und macht daraus Gerichte, die zeigen, dass bodenständig und richtig fein überhaupt kein Widerspruch sein müssen. Genau deshalb funktioniert hier auch beides so gut. Das klassische Mittagessen muss sich vor dem Haubendinner überhaupt nicht verstecken. Und das Haubendinner wiederum versucht nicht krampfhaft, möglichst weit weg vom Wirtshaus zu sein. Am Ende kommt beides aus derselben Küche und beides aus der Steiermark.

Der Mönichwalderhof kann alles.

…und das gilt nicht nur fürs Essen.

Die 80er-Feier von der Oma? Geht. Romantisches Dinner zu zweit? Geht genauso. Unter der Woche schnell auf ein richtig gutes Mittagsmenü vorbeischauen? Natürlich. Und nach der Kirche am Sonntag noch ins Wirtshaus? Sowieso.

Es gibt den großen Saal für die Feste, bei denen ein paar mehr zusammenkommen, ein gemütliches Séparée für die Abende, an denen man lieber unter sich bleibt und natürlich die Gaststube, in der man einfach gern sitzen bleibt.

Vielleicht ist genau das die Stärke vom Mönichwalderhof: Er muss sich gar nicht entscheiden, was er sein möchte. Wirtshaus oder Haubenlokal, Familienfeier oder Date Night, bodenständig oder fein – hier darf alles nebeneinander Platz haben.Und mittendrin Hannah und Bernd. Zwei Gastgeber, bei denen man ziemlich schnell merkt: Die können das. Und sie machen’s verdammt gern.

www.moenichwalderhof.at

Joglland Hotel Prettenhofer: Hier liegt's einfach in der Familie

Wenn ein Betrieb von Generation zu Generation weitergegeben wird, verändert sich natürlich einiges. Was im Joglland Hotel Prettenhofer in Wenigzell aber ziemlich sicher bleibt: Hier steht Familie nicht nur über der Eingangstür, sondern tatsächlich mitten im Betrieb.

Aktuell sind Christine und Herbert Prettenhofer am Zug. Christine in der Küche, Herbert im Service – gute Verpflegung auf allen Ebenen also ziemlich garantiert. Und was uns besonders freut: Die nächste Generation ist längst mittendrin. Sohn Matthias steht gemeinsam mit seiner Mama am Herd. Und die beiden sorgen gleich in vielerlei Hinsicht dafür, dass man in Wenigzell ziemlich gut versorgt ist.

Denn kulinarisch kann das Joglland Hotel wieder einmal erstaunlich viel. Backhendlsalat? Natürlich. Schnitzel? Sowieso. Wild aus der Region? Darf im Joglland natürlich auch nicht fehlen. Und wer sich vor dem Besuch schon einmal online durch die Speisekarte schmökert, sollte das vielleicht nicht unbedingt hungrig machen. Da läuft einem nämlich sehr schnell das Wasser im Mund zusammen.

Joglland Hotel Prettenhofer: Zwei Generationen, ziemlich viel Geschmack

Wenn ein Betrieb von Generation zu Generation weitergegeben wird, verändert sich natürlich einiges. Was im Joglland Hotel Prettenhofer in Wenigzell aber bleibt: Hier steht Familie nicht nur über der Eingangstür, sondern mitten im Betrieb. Christine steht in der Küche, Herbert im Service – gute Verpflegung auf allen Ebenen also garantiert. Und die nächste Generation ist längst mittendrin: Sohn Matthias kocht gemeinsam mit seiner Mama.

Kulinarisch können die beiden ziemlich viel. Backhendlsalat? Natürlich. Schnitzel? Sowieso. Wild aus der Region? Darf natürlich auch nicht fehlen. Und dann gibt’s Gerichte, die man so tatsächlich nur hier bekommt. Wie den Stoabühler Rostbraten vom Rind von der Pretuler Alpe. Eine Eigenkreation des Hauses und ein Gericht, das für uns wirklich alle Stücke spielt: richtig gutes Rindfleisch aus der Region, als Rostbraten neu interpretiert und damit eigentlich ein kleines regionales Meisterstück. Genau solche Gerichte zeigen, wie gut Tradition und eigene Ideen zusammenpassen können.

Gleichzeitig haben Christine und Matthias richtig Lust darauf, ihre Küche weiterzudenken. Passend zur Sternzeichen Philosophie des Hauses kreieren sie jeden Monat ein eigenes sechsgängiges Menü zum jeweiligen Tierkreiszeichen. Mama und Sohn können also Wirtshaus genauso wie kulinarische Spielerei. Und dann wären da noch die süßen Seiten des Hauses. Allen voran die Joglland Torte, für die die Familie weit über Wenigzell hinaus bekannt ist. Noch nie probiert? Dann hätten wir da schon einen weiteren Grund für einen Ausflug nach Wenigzell.

Bei der Torte allein bleibt’s aber nicht. Hausgemachte Mehlspeisen und Eis gehören genauso dazu – zum Beispiel der Joglland Eisknödel: cremiges Vanilleeis, gefüllt mit Preiselbeeren und umhüllt von Nuss-Kürbiskern-Krokant. Heißt also: Für Genuss braucht’s hier nicht immer das große Abendessen. Auf der Terrasse sitzen, Kaffee und etwas Süßes dazu und ein paar Sonnenstunden im Joglland genießen, ist mindestens genauso gut.

Ein Familienbetrieb, wie er sein soll

Und wenn’s ein bissl mehr sein darf, geht das ebenfalls. Gefeiert werden kann im wunderschönen Saal des Hauses, gegessen vom reichhaltigen Frühstück über die Mittagskarte bis zum Abendessen. Langsam bestätigt sich damit unser Verdacht: Die Betriebe im Joglland können irgendwie alles.

Dass das Joglland Hotel von Familie Prettenhofer zu Kulinarium Steiermark gehört, wirkt deshalb auch nicht wirklich wie ein Zufall. Man könnte fast meinen, Kulinarium Steiermark wurde genau für Betriebe wie diesen ins Leben gerufen. Für Häuser, in denen Regionalität, Saisonalität und Gastfreundschaft nicht erst erfunden werden mussten, weil sie hier ohnehin seit Generationen dazugehören.

Christine und Matthias zeigen dabei ziemlich schön, wie es funktionieren kann: Das Gute bleibt, neue Ideen kommen dazu und gekocht wird sowieso gemeinsam.

Wir arbeiten uns durch die Oststeiermark geografisch immer weiter hinauf und landen schließlich in Fischbach. Genauer gesagt im Dorfhotel Fasching, einem familiär geführten Wellness-, Wander- und Genusshotel, in dem Küchenchef David Fasching und seine Frau Elisabeth ihren Hotel- und Restaurantgästen ein ziemlich schönes Versprechen ganz im Sinne vom Kulinarium Steiermark geben: Genuss auf Steirisch.

Und bei den beiden ist auch ziemlich klar verteilt, wer kulinarisch für was zuständig ist: Er ist der Pikante, sie die Süße. David hat schon früh seine Leidenschaft fürs Kochen entdeckt und die hat ihm nicht nur seinen Beruf beschert, sondern irgendwann auch Elisabeth. Heute sorgen die beiden gemeinsam dafür, dass im Dorfhotel Fasching in Fischbach ziemlich gut gegessen wird.

Und auch sonst ist das Dorfhotel Fasching echte Familiensache. Denn auch Davids Bruder Florian ist mittendrin. Als Restaurantleiter trägt er die kulinarische Philosophie des Hauses mit und setzt sie auch beim Wein fort. Regionalität und die Steiermark spielen hier also nicht nur auf den Tellern eine Rolle, sondern auch im Glas. Und der Vollständigkeit halber: Auch Schwester Anna gehört zum Familienbetrieb und ist an der Rezeption tätig. Familie steht hier also nicht nur drauf, Familie steckt auch wirklich drin.

Das Gute liegt hier ziemlich nah

Aber zurück zum „Genussversprechen auf Steirisch“. Das wird bei David und Elisabeth ziemlich wörtlich genommen. Regionale Lieferanten und kurze Wege stehen im Mittelpunkt, viele Produkte kommen sogar direkt aus Fischbach oder der unmittelbaren Umgebung. Ein bestes Beispiel dafür ist das Filet von der Goldforelle. Die kommt vom Kroisleitner aus Rettenegg – also quasi einmal den Berg runter. Dazu gibt’s hausgemachte Kräuternudeln, Karotten, Brokkoli, gegrillten Pfirsich und eine Kernöl Weißwein Sauce.

Und auch bei den Beilagen bleiben die Wege ziemlich kurz: Die Kräuter für die Nudeln kommen aus dem eigenen Garten und die Nudeln selbst werden von Hand gemacht. Auch Karotten und Brokkoli wachsen hier und sogar der Pfirsich gedeiht im Höhenluftkurort Fischbach. Viel kürzer können die Wege vom Produkt auf den Teller also kaum mehr werden.

Und weil wir ja schon wissen: David ist der Pikante, Elisabeth die Süße, darf natürlich auch ihr Part nicht fehlen. Für uns gab’s die Apfelzweckerl – und wenn wir die erklären müssten, würden wir wahrscheinlich sagen: Apfelstrudel, nur einmal ganz anders. Dafür werden Stücke vom Strudelteig gekocht und anschließend mit Apfelragout, Vanilleeis und Rumrosinen angerichtet. Klingt gut? Ist es auch, herrlich sogar.

Zwei völlig unterschiedliche Gerichte, die aber ziemlich gut zeigen, wie im Dorfhotel Fasching gekocht wird: viel Region, kurze Wege, Handarbeit und trotzdem genügend Platz, um aus Bekanntem etwas Eigenes zu machen. Genussversprechen auf Steirisch ziemlich eindeutig eingehalten!

Genuss auf Steirisch für alle

Und wer jetzt Lust bekommen hat, Davids Küche selbst zu probieren, muss dafür im Dorhotel Fasching natürlich kein Hotelgast sein. Im À-la-carte-Restaurant Rosegger Stüberl kann man einfach Platz nehmen und sich durch die steirische Küche des Hauses kosten. Viel Zirbenholz sorgt für Gemütlichkeit und auf den Tellern bleibt das, was der Familie wichtig ist: saisonale Zutaten, kurze Wege und Produzenten, die teilweise wirklich ums Eck gedeihen.

Und damit sind wir eigentlich auch schon wieder mitten bei Kulinarium Steiermark. Denn genau darum geht’s bei der Qualitätsinitiative: um ausgezeichnete steirische Küche, Regionalität, Saisonalität und richtig gute Produkte aus der Region. Wie die dann auf den Teller kommen, darf jeder Betrieb auf seine ganz eigene Art zeigen.

Das Dorfhotel Fasching in Fischbach zeigt ziemlich gut, wie das aussehen kann: mit viel Handarbeit, Produkten aus der unmittelbaren Umgebung, eigenen Ideen und einer Familie, die gemeinsam hinter dem steht, was sie tut.

www.dorhotel-fasching.at

 

Damit schließt sich auch unsere erste kulinarische Runde durch die Oststeiermark. Drei Kulinarium Steiermark Betriebe,
drei Familien und drei ganz besondere Zugänge. Und spätestens nach unserem dritten Stopp steht für uns fest:
Im Joglland liegt guter Geschmack offenbar wirklich in der Familie.

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