Kulinarischer Frühling in Hillebrands Genussküche

Es klappert Geschirr, Messer schneiden frisches Gemüse, in der Pfanne beginnt etwas zu brutzeln. In der Genussküche von Sandra und Markus Hillebrand in Premstätten herrscht geschäftiges Treiben Hier wird nicht einfach nur gekocht, hier treffen sich Produzenten, Landwirtschaft und Gastronomie, um gemeinsam zu zeigen, was der Frühling kulinarisch zu bieten hat.

Der Weg zu den Zutaten ist dabei denkbar kurz. Nur wenige Schritte entfernt liegt der Bauernladen des Genussbauernhofes. In den Regalen finden sich unter anderem die Produkte der „Jungen Wilden“, einer Gruppe junger Gemüseproduzenten aus dem Steirischen Vulkanland. Radieschen, Spargel, Kartoffeln und Zwiebeln liegen frisch bereit, dazu kommt Blattspinat direkt vom Genussbauernhof Hillebrand selbst. Ergänzt wird das Frühlingsgemüse durch Schweinefleisch von der Styriabrid, das an diesem Tag eine wichtige Grundlage für mehrere Gerichte bildet. Kulinarisch federführend arbeitet dabei Koch und Küchenmeister Philipp Pirstinger, der die g’schmackigen Zutaten gemeinsam mit den Produzenten zum Menü zusammenführt.

WENN DER FRÜHLING DIE FELDER WACHRÜTTELT

Mit dabei sind Vertreter der „Jungen Wilden“: Irene Gombotz, Patrick Hierzer und Stefan Strohrigl. Sie stehen für eine neue Generation in der Landwirtschaft: engagiert, innovativ und mit einem starken Fokus auf regionale Qualität. Gerade jetzt im Frühling wird sichtbar, wie viel Arbeit und Leidenschaft in den ersten frischen Kulturen steckt: Radieschen, Spargel und junge Erdäpfel wachsen schnell, werden laufend geerntet und bringen eine besondere Frische auf den Teller.

Wer diese Qualität selbst erleben möchte, sollte genau jetzt zugreifen: saisonal einkaufen, regional kochen und den Frühling auf den Teller holen. Weitere Inspiration und passende Rezepte dazu gibt’s weiter unten im Blog. 

SCHWEINEFLEISCH ALS KULINARISCHES RÜCKGRAT

Neben dem Gemüse spielt Schweinefleisch von der Styriabrid eine zentrale Rolle und bildet die Grundlage für mehrere Gerichte des Menüs. Mit dabei ist Josef Kaiser, Obmann der steirischen Schweineerzeuger- und Vermarktungsgemeinschaft Styriabrid. Die Organisation vereint rund 1.000 steirische Schweinebauern und vermarktet etwa 60 Prozent der steirischen Schweineproduktion. Ihr Ziel: die Qualität des steirischen Schweinefleisches laufend weiterzuentwickeln und Konsumenten die Vielfalt dieser Produkte näherzubringen.

Beim Kochen wird auch der Gedanke des „Nose to Tail“ aufgegriffen: möglichst viele Teile des Tieres zu nutzen. Somit kommt neben Karree und Filet auch Presswurst auf den Tisch. Schweinefleisch liefert zudem hochwertiges Eiweiß, das der Körper besonders gut verwerten kann und das wichtige Funktionen vom Muskelaufbau bis zum Immunsystem unterstützt. Auch Schweinefett wird heute wieder differenzierter betrach tet: Es enthält viel einfach ungesättigte Ölsäure, wie sie auch im Olivenöl vorkommt, ist hitzestabil und sorgt beim Braten, Grillen oder Schmoren für aromatische Tiefe.

EIN KOCH, DER PRODUKTE SPRECHEN LÄSST

Die kulinarische Leitung übernimmt Philipp Pirstinger. Der Koch, Küchenmeister und Weinsommelier arbeitet seit vielen Jahren selbstständig, unter anderem als Privatkoch bei exklusiven Genuss-Events und privaten Dinnern. Als waschechter Steirer bringt er nicht nur Erfahrung, sondern auch eine große Portion Genussfreude mit in die Küche. Am Herd steht er an diesem Tag jedoch nicht allein. Gemüse wird gemeinsam geputzt, Spargel geschält, Kartoffeln passiert. Zwischendurch wird probiert, abgeschmeckt und diskutiert. Pirstingers Ansatz ist dabei unkompliziert: Gute Produkte brauchen keine komplizierten Rezepte, sie müssen nur richtig kombiniert werden.

Am Foto: Josef Kaiser (Styriabrid), Küchenmeister Philipp Pirstinger & Stefan Strohrigl (Die „Jungen Wilden)

FRÜHLING AUF DEM TELLER

Während geschnippelt, gebraten und abgeschmeckt wird, entsteht ein Gericht nach dem anderen. Den Anfang macht Presswurst von der Styriabrid mit blanchiertem Spargel, knackigen Radieschen und marinierten Karotten, darüber eine klassische Kernölvinaigrette – frühlingshafter und steirischer geht’s kaum. Danach folgt ein Schweinskarreebraten, außen kräftig angebraten, im Ofen rosa gegart. Dazu gebratene Erdäpfel, Spargel
mit etwas Butter und ein kräftiger Naturjus, gekocht aus den Parüren des Fleisches – nichts wird verschwendet, alles bekommt seinen Platz.

Auch die Beilage bleibt saisonal: ein luftiges Kartoffelsoufflé, verfeinert mit frischem Bärlauch. Und weil’s so schön ist, gesellt sich hier ein Schweinefilet im Speckmantel dazu, begleitet von gebratenen Jung zwiebeln und einer cremigen Bärlauchsauce.

Zwischen Schneidebrettern und Pfannen wird an diesem Nachmittag nicht nur gekocht. Es wird erzählt, gelacht, probiert; Produzenten berichten von ihren Feldern und Ställen, während der Koch zeigt, was sich daraus machen lässt. Und genau dann wird klar: Regionalität ist kein Schlagwort. Sie hat Gesichter, Geschichten – und vor allem richtig guten Geschmack.

Mehr Geschmack aus der Region? Die Websites aller Beteiligten liefern weitere Einblicke: www.styriabrid.at | www.genussbauernhof.com |
www.philipp-pirstinger.at I www.djwg.at

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