Die schönsten Naturparke der Steiermark – Winterwandern & Ausflugsziele in der Natur

Die sieben Naturparke der Steiermark stehen für charakteristische Natur- und Kulturlandschaften. Wir haben in alle sieben hineingeschnuppert und uns nach passenden Winter-Highlights umgesehen.

Naturpark Südsteiermark

Auch wenn der Schnee im Naturpark Südsteiermark möglicherweise wieder auf sich warten lässt, lohnt sich die Winterwanderung auf die Remschniggalm – allein schon wegen der Aussicht über die winterlichen Weinberge. Die Remschniggalm befindet sich südlich von Arnfels in der Gemeinde Leutschach an der Weinstraße und liegt auf ca. 740 Meter Seehöhe. Sie zählt somit zu den niedrigsten Almen der Steiermark. Gestartet wird am Parkplatz westlich des Gehöfts Pronintsch; der Weg führt dann sanft steigend rund einen Kilometer lang auf die Alm hinauf. Je nach Schneelage ist die Wanderung durch den Naturpark entweder mit Schneeschuhen oder normalen Wanderschuhen empfehlenswert. Im Sommer können Naturfreunde hier verschiedene Vogelarten wie den Schwarzspecht, Neuntöter und Goldammer beobachten. Im Winter gibt es zwar kein fröhliches Gezwitscher – dafür aber viel Ruhe und den sanften Duft schlummernder Wein­ stöcke, die im Frühling wieder erblühen­ werden.

Infos zur Wanderung auch unter: www.steiermark.com/de/Suedsteiermark

Naturpark Almenland

Es muss nicht immer Tiefschnee sein: Die klare Luft, die Wintersonne und die Gelassenheit der Wälder locken uns im Winter in den Naturpark Almenland. Unser Tipp: Die gut beschilderten Winterwanderwege rund um den Teichalmsee abseits der Loipen und Pisten. Ein leicht begehbarer Winterwanderweg führt beispielsweise vom Teichalmsee auf die Sommeralm. Achtung: Der Moorlehrpfad ist im Winter geschlossen! Bei passender Schneelage werden auch geführte Schneeschuhtouren angeboten. Bei St. Kathrein am Offenegg finden wir ebenfalls Winterwanderwege, die über gut geräumte Straßen durch den Naturpark führen – beispielsweise die Zeilrunde, deren Länge je nach Lust und Laune abgekürzt und verlängert werden kann. Tief durchatmen und Kraft tanken, lautet die Devise.

Weitere Infos unter: www.almenland.at

Naturpark Steirische Eisenwurzen

Wenn Eiskristalle die Salza überziehen und die Bäume glitzern, wird der Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen in der kalten Jahreszeit zum Wintermärchen. In Wildalpen haben wir einen ganz besonders duftenden Wintertipp gefunden: die Waldsauna, die himmlisch abgelegen mitten im Wald liegt. Zwei Saunen und ein Ruheraum mit Panoramablick in die Winterlandschaft lassen uns wohlige Wärme fühlen; zur Abkühlung nach dem schweißtreibenden Saunagang springen wir ins Tauchbecken, das vom vorbeirauschenden Gebirgsbach gespeist wird. Wer länger abtauchen möchte, kann das im Kleinhallenbad nebenan tun – da ist die Wassertemperatur etwas humaner. Wer die dampfenden Aufgüsse mitsamt ätherischen Aromen in der Waldsauna Wildalpen genießen möchte, muss vorab beim Tourismusverband Gesäuse reservieren.

Infos unter: www.wildalpen.gv.at

 

Unser Tipp für den Kurzurlaub im Naturpark Eisenwurzen: Wunderbar nächtigen kann man im Naturpark-Resort Gesäuse!

Infos unter: www.eisenwurzen.com/naturparkresort-gesaeuse

Naturpark Mürzer Oberland

Der Winter im Mürzer Oberland ist aufgrund der Höhen­ lage schneesicher – daher wartet hier ein breit gefächertes Wintersportangebot. Unser Naturpark- Highlight duftet allerdings nach Punsch und Lebkuchen: An noch zwei Wochenenden im Dezember hält der Zauber von Weihnachten Einzug in die ehrwürdigen Gewölbe des Stifts Neuberg an der Mürz im Naturpark Mürzer Oberland: Am 6./7. Dezember und am 13./14. Dezember (jeweils samstags, 14–19 Uhr und sonntags, 14–18 Uhr) bietet das Neuberger Münster eine stimmungsvolle Kulisse für Kunsthandwerk, regionale Produkte und edle Stücke aus der traditionsreichen Kaiserhof Glasmanufaktur. Das historische Gebäude selbst, das zu den bedeutendsten gotischen Bauwerken Österreichs zählt, kann im Rahmen eines Adventspaziergangs besichtigt werden. Ab 16 Uhr gesellen sich zu Glühwein- und Lebkuchenduft jeweils auch noch stimmungsvolle Weihnachtsklänge – und der Nikolaus stattet den kleinen Gästen einen Besuch ab.

Nähere Infos unter: www.muerzeroberland.at/veranstaltung/advent-im-stift

Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen

Eine ideale Winterwanderung rund um St. Lambrecht (Erlebnisregion Murau) finden wir im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen: Der St. Lambrechter Rundwanderweg führt – wie der Name schon verrät – rund um die Ortschaft St. Lambrecht mit ihrem imposanten Benediktinerstift. Das Benediktinerstift St. Lambrecht ist gleichzeitig Start- und Endpunkt der rund 13 Kilometer langen Wanderung. Bei der winterlichen Entdeckungstour durch den Naturpark genießt man die Stille und regelmäßige Blicke auf das kulturelle und spirituelle Zentrum von St. Lambrecht. Tipp: Das Stift im Winter besuchen – dann wirkt es durch die ruhige Atmosphäre und die verschneite Umgebung nämlich gleich noch etwas imposanter. Führungen sind nach Terminvereinbarung auch in der kalten Jahreszeit möglich und wer innere Ruhe und Einkehr sucht, kann im Rahmen des Angebots „Kloster auf Zeit“ einige Zeit in der Klostergemeinschaft leben und bei Stundengebeten und Mahlzeiten in das Leben der Mönche hineinschnuppern.

Weitere Infos zum Angebot gibt es unter: www.stift-stlambrecht.at/begegnen/kloster-auf-zeit

Naturpark Sölktaler

Im Naturpark Sölktäler gibt es keine Seilbahnen oder massentouristische Wintersportaktivitäten:­ Hier dominieren einsame Almen, rauschende Gebirgsbäche, stille Täler und wildromantische Gipfel. Unser Tipp aus dem Naturpark in der Erlebnisregion Schladming-Dachstein: eine individuell geplante Schneeschuhwanderung mit Bergwanderführerin Laura Stumpp von BergkulTour (www.bergkultour.at). Sie führt zu Orten, wo der unberührte Schnee in der Sonne glitzert, und zu atemberaubenden Aussichtspunkten, an denen wir nicht nur große Augen machen, sondern auch den Duft der Nadelwälder, des Schnees und der Tannenzapfen tief in uns aufnehmen können. Schritt für Schritt zur Entschleunigung – und das mitten im Naturjuwel. Vorkenntnisse für die Schneeschuhwanderung sind nicht nötig; Schneeschuhe können auf Wunsch auch ausgeborgt werden.

Nähere Infos zum Naturpark Sölktäler unter: www.soelktaeler.com

Naturpark Pöllauer Tal

Für den Naturpark Pöllauer Tal haben wir einen Geheimtipp erhalten: eine Wanderung auf den Masenberg, der aufgrund seiner etwas höheren Lage durchaus immer wieder mit verschneiten Wintermärchen-Landschaften oder zumindest mit glitzerndem Eis und Reif aufwarten kann. Sein Gipfelkreuz liegt auf rund 1.260 Metern, womit der Masenberg zu den ­ höchsten Erhebungen im Naturpark Pöllauer Tal zählt. Gestartet wird beim Parkplatz der Masenberg-Schutzhütte, bei der sich auch die Glückskapelle befindet. Bis zum Gipfelkreuz sind es nur wenige Meter; die Wanderung führt daher weiter auf den Wiesberg, der mit 1.164 Metern etwas unter dem Masenberggipfel liegt, und dann wieder zurück zum Masenberg – insgesamt gilt es also, rund sieben Kilometer zu bewältigen. Bei klarem Winterwetter genießt man den Panoramablick von den Fischbacher Alpen und dem Joglland bis ins Almenland. Und danach haben wir uns einen duftenden Lebkuchen verdient, am besten von der Lebzelterei Ebner direkt im Ortskern von Pöllau. Am bekannten Pöllauer Lebkuchen hat Seniorchefin Elisabeth Ebner selbst lange Zeit getüftelt, bis sie mit dem Ergebnis – einer Kombination aus Honigteig und Frischteig – zufrieden war. Und das mit Recht: Den fluffigen Lebkuchen, der nach Weihnachtsgewürzen duftet, sollte man beim Besuch im Naturpark Pöllauer Tal auf keinen Fall verpassen.

Nähere Infos unter: www.naturpark-poellauertal.at

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