5 heimelige Wirtshausstub'n in der GenussHauptstadt Graz

Wir haben fünf Lokale besucht, wo man die Wirtshauskultur lebt und in den Wintermonaten richtig gemütlich absteigen kann.

5 heimelige Wirtshausstub'n in der GenussHauptstadt Graz

Wir haben fünf Lokale besucht, wo man die Wirtshauskultur lebt und in den Wintermonaten richtig gemütlich absteigen kann.

Wenn es draußen kalt und düster ist, suchen die meisten von uns ein gemütliches Platzerl im Inneren. Noch dazu packt uns in regelmäßigen Abständen das ur-österreichische Verlangen nach Tafelspitz, Gulasch und Bier. Zum Glück gibt es in Graz gar nicht so wenig Wirtshäuser, in denen das Gulasch immer noch so schmeckt wie seinerzeit nach dem Kirchgang mit dem Opa oder der "Schmankerlteller" noch ganz oben auf der Speisekarte steht. Hier sind fünf der besten Orte in der GenussHaupstadt Graz, um sich während der Wintermonate aufzuwärmen und die österreichische Küche zu genießen. 

LANDHAUSKELLER GRAZ
First things first: Der Landauskeller hat einen riesen USP – seine altehrwürdigen Mauern. Mit Gefühl fürs Altbewährte wird hier junge und moderne Wirtshauskultur gelebt. Sowohl als Fleischliebhaber als auch als Vegetarier und Veganer findet man im Landhauskeller eine ziemlich beeindruckende Auswahl an Speisen. In den winterlichen Monaten verströmt der Landhauskeller eine besonders behagliche Atmosphäre, wie ich finde. Die alten Holzmöbel und der prächtige Kachelofen schaffen eine nostalgische Stimmung und im gemütlichen und gleichzeitig sehr stylischen Keller-Ambiente vergisst man ganz schnell, ob es draußen noch hell oder schon dunkel ist - was nach dem vierten Achterl aber sowieso keine Rolle mehr spielt. Und die Kellner im Landhauskeller sind sehr freundliche Leute, bei denen man echt gerne länger sitzen bleibt. 

 

EIN BEEF TARTAR, WIE ES SEIN MUSS
Schon als wir den Termin für unseren Besuch im Landhauskeller in der GenussHauptstadt Graz fixiert haben, stand fest: wir gönnen uns ein Beef Tartar. Denn Rindertartar ist für uns Soulfood und exklusiver Genuss in einem. Im Landhauskeller bekommt man für 23 Euro stolze 180 Gramm herrlich gewürztes Handgehacktes vom Simmenthaler Fleckvieh. Flankiert mit einer geschmackvollen Trüffel-Mayo, Bauernbutter, eingelegten Perlzwiebeln und frischem Fladenbrot lässt es unser Genießerherz höher schlagen. Wir sind uns einig: Küchenchef Marcel Eferl zaubert das beste Beef Tartar der Stadt auf den Teller. Aber nicht nur dieser Küchenklassiker überzeugt! Der gebackene Ziegenkäse mit Himbeer-Chutney, eingelegten Buchenpilzen und Blätterteigstangerl ist ein vegetarischer Vorspeisenknaller.

Der Landhauskeller - ein perfekter Ort, um sich in Ruhe aufzuwärmen und die kulinarische Seite von der GenussHauptstadt Graz zu erleben. Mehr Infos findet man hier.

arrow-next
arrow-prev

GÖSSER BRAU
Die Innenstadt gilt als der Ort in Graz, an dem man authentische Wirtshäuser mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis erwartet. Gut, dass es das Gösser Bräu gibt! Das hat sich nämlich allen Uhrturm-Souvenirs zum Trotz bis heute seinen urigen Charme erhalten. Im Sommer sitzt man im Gastgarten und im Winter rückt man in der Wirtsstube zusammen. Hier bestellen Gäste schon seit 1902 ihr Bier (damals halt noch kein Gösser). Und auf genau dieses können wir beim Mittagessen auch nicht verzichten. Frisch gezapft und mit einer dichten Schaumhaube verspricht es absoluten Trinkgenuss. Denn im Winter immer nur Glühwein zu trinken ist uns definitiv zu langweilig. Auch die hiesige Küche – das Gösser-Bräu-Team will sich mit Rindsgulasch, Würsteln mit Saft oder Spinatknödeln als traditionell kulinarisches Herz der GenussHauptstadt Graz profilieren – ist ganz auf Bier abgestimmt.

 

NUR IM WIRTSHAUS
Es gibt viele Gerichte, die für uns Kindheitserinnerung pur sind. So verbindet unsere Sarah zum Beispiel Würstel mit Saft mit früher. Mit Sonntagen, an denen sie ihr Opa in die Kirche und anschließend ins Gasthaus zum Frühschoppen mitgenommen hat. Dazu gab es ein Rotes Kracherl und für den Opa ein Bier. Herrlich. Aber um ehrlich zu sein, ist das heute noch genauso. Denn eins ist ganz klar: Würstel mit Saft werden im Gasthaus gegessen. Da kommen wir nicht mal im Ansatz auf die Idee, das selbst zu machen. Solche Gerichte schmecken im Wirtshaus einfach am besten. Was wir im Gösser Bräu vorfinden ist also mehr als traditioneller Wirthausgenuss. Es ist eine Wohltat für die Seele! Achso und auch gut zu kennen: das Rindsgulasch selber. Ein Traum.

Mit dem Gösser Bräu werden aber auch jene eine Freude haben, die gern vegetarisch essen. Unbedingt probieren: die Spinatknödel mit brauner Butter und Parmesan. Wirthaus geht heutzutage nun mal auch ohne tierische Produkte! Und Bier geht sowieso bei allen.

Mehr über das Gösser Bräu, einer unverzichtbaren Institution in der GenussHauptstadt Graz, findet man hier.

arrow-next
arrow-prev

GASTHAUS STAINZERBAUER
So, wo fangen wir an? Vielleicht hier: Im Gasthaus Stainzerbauer in der Grazer Bürgergasse geht’s drum, dass man sich wohl fühlt. Dafür machen Herr Pfeifer und sein Team so gut wie alles. Ein herrliches Ambiente schaffen, zum Beispiel. Dazu gibt’s bestes Essen und zwar mit Fokus auf Regionalität. Bei einem Mittag- oder Abendessen kann man hier die winterliche Kälte draußen lassen und umgeben von kuschelig urigem Flair eine Auszeit nehmen. Es gibt traditionelle, österreichische Küche mit einigen Extras. Aber auch „moderne“ und Veggie-Speisen wie Käferbohnen-Laibchen oder ein Steirisches Kürbis-Risotto findet man auf der Karte. 

WIRTSHAUSKÜCHE, WIE SIE BESSER NICHT SEIN KÖNNTE
Kaiser Franz Joseph war es, der dem gekochten Rindfleisch zu großer Popularität verhalf, indem er es zu seinem Leibgericht erklärt hat. Und unsere Sarah ist es, die sich freut wie ein kleines Kind, als sie das Kaiser'sche Leibgericht auf der Speisekarte vom Gasthaus Stainzerbauer entdeckt. Mit Erdäpfelsterz, Semmelkren, Wurzelgemüse und Schnittlauchsauce wird der Tafelspitz zum Gedicht und ihr wisst, wo ihr uns sonntags findet.

Man kommt zum Stainzerbauer, weil man sich durch die riesengroße Weinkarte probieren und gleichzeitig richtig gut schnabulieren will. Mehr dazu findet man hier.

arrow-next
arrow-prev


ZUR STEIRERSTUBN
Bei diesem urigen und gemütlichen Lokal am Lendplatz handelt es sich um eine wahre Oase für Liebhaber herzhafter Hausmannskost. Wir werden von der Hausherrin, die hier täglich anzutreffen ist, freundlich begrüßt und durch die heimelig und mit viel Liebe (das sieht und spürt man!) gestalteten Räumlichkeiten in die Stube begleitet. Dort durchstöbern wir dann auch gleich die große, aber wirklich sehr gut ausgewählte Speisekarte. Sarah's Wahl fällt schließlich auf einen "Erzherzog-Johann-Schmankerlteller". Vom Abbild des "steirischen Prinzen" im Hintergrund begleitet, entpuppt sich dieser als wahrer Gaumenschmaus – perfekt gegrillt, geschmackvoll gewürzt und begleitet von frischen Pommes, gebratenen Tomaten und einer würzigen Sauce. Ein echtes Highlight steirischer Hausmannskost.

 

EIN URGEMÜTLICHER BESUCH
Maria entscheidet sich für die hausgemachten Kasnudeln, die  uns von der Chefin höchstpersönlich empfohlen werden und serviertmit brauner Knoblauchbutter schon von Weitem mit ihrem Duft überzeugen. Und auch das ist bestimmt die richtige Wahl! Denn sie betont während dem Essen mehrmals, wie gut dieses Gericht doch sei und somit muss auch Sarah zwei, drei Bissen davon probieren - und kann dies nur bestätigen. Was uns besonders positiv auffällt, ist das ausgezeichnete Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Portionen sind großzügig bemessen und die Qualität der vorwiegend regionalen Zutaten (wie Vulkanlandschwein) überzeugt auf ganzer Linie. Es ist immer erfreulich, ein Lokal zu finden, das nicht nur geschmacklich, sondern auch preislich und mit heimeliger Athmosphäre mehr als beeindruckt.

Mehr Infos unter steirerstubn.at.

arrow-next
arrow-prev


MOHRENWIRT
Im Herzen von Graz gibt's den Mohrenwirt, den wir seit unserer Wirtshausstub'n-Tour durch die GenussHauptstadt als "Gasthaus-Juwel" bezeichnen möchten. Hier findet man bodenständige und regionale Küche, die von Küchenchef Lukas immer wieder neu und auf 2-Hauben-Niveau interpretiert wird und die, vor allem jetzt in der kalten Jahreszeit, perfekt ist für einen gelungenen und gemütlichen Aufenthalt. Und wenn man beim Betreten des Lokals von allen Mitarbeitern ein so freundliches Lächeln zugeworfen bekommt und man begrüßt wird, als würde man sich schon jahrelang kennen, weiß man: Das hier kann nur gut werden! Das besondere Ambiente in den altehrwürdigen Mauern in der Mariahilferstraße tut sein Übriges.
 


MIT LIEBE ZUM DETAIL & ZWEI HAUBEN
Unser kulinarisches Highlight ist die Vorspeise, die sich aus frischem Fladenbrot, zart geschmortem Lamm, Rotkraut und einer Heumayo zusammensetzt. Schon die Präsentation auf dem Teller lässt erahnen, dass hier mit Liebe zum Detail gekocht wird. Die Kombination der unterschiedlichen Zutaten sorgt für eine geschmackliche Harmonie, die uns unglaublich beeindruckt und somit kein Krümelchen auf dem Teller bleibt. Auch die anderen Gerichte, wie die getrüffelte Polentacreme als Vorspeise, machen optisch was her und schmecken hervorragend. Was uns bei allen Gerichten überzeugt, ist die hohe Qualität der Zutaten. Hier wird offensichtlich viel Wert auf Frische und Regionalität gelegt. Der krönende Abschluss von unserem Wirtshaus-Besuch im Mohrenwirt ist ein wahres Meisterwerk der Kaiserschmarrn-Kunst. Flaumig, karamellsiert und mit cremigem Mohneis sowie Zwetschgenröster serviert, ist das klassische Dessert ein Gedicht! Das 2-Hauben-Niveau vom Grazer Mohrenwirt schmeckt man nicht nur, man sieht und spürt es auch. PS: Hier ist auch ein großartiger Sommelier am Werk, der sein Können gerne und gut unter Beweis stellt.

Mehr dazu unter www.mohrenwirt-graz.at
 

arrow-next
arrow-prev
5komma5sinne Logo

Essen. Trinken. Genießen. Das tun die Steirerinnen und Steirer gut und gerne. Doch warum ist Graz eigentlich Österreichs GenussHauptstadt? Mehr dazu findet man hier.