Bühne frei für steirische Food-Ideen: Finale der Food Masterclass 2025

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In der Steiermark wird nicht nur gekocht und verkostet, hier wird getüftelt, ausprobiert und neu gedacht. Der Styrian Food Hub bringt Produzenten, Experten und kreative Köpfe zusammen. Mitten drin: die Food Masterclass, wo aus Ideen Produkte werden und man jedes Jahr aufs Neue staunen kann, wie viel Innovationskraft in unserem Bundesland steckt.

Wenn es um Essen und Trinken geht, bin ich sofort dabei. Besonders dann, wenn’s nicht nur ums Genießen, sondern auch ums Entdecken und Weiterentwickeln geht. Genau deshalb hat mich der Styrian Food Hub von Anfang an begeistert. Seit 2020 gibt es dieses Netzwerk der SFG und es ist inzwischen so etwas wie der Treffpunkt für alle, die in der Steiermark rund ums Thema Lebensmittel was bewegen wollen.

So vielfältig schmeckt Innovation in der Steiermark

Beim Styrian Food Hub docken mittlerweile rund 40 Mitgliedsbetriebe an, vom kleinen Familienbetrieb, über Großbetriebe bis zum aufstrebenden Startup. Es wird getüftelt, vernetzt, ausprobiert und das nicht nur in Sachen Produktentwicklung, sondern auch in Bereichen wie Digitalisierung, Internationalisierung oder Marketing. Und mittendrin: die Food Masterclass.

Sie ist für mich das Herzstück des Styrian Food Hubs. Über mehrere Monate hinweg werden die teilnehmenden Betriebe von ExpertInnen begleitet: bei der Produktentwicklung, Lebensmittelsicherheit und Analytik, bei Sensorik und Vertrieb. Heuer waren es zehn UnternehmerInnen, die gemeinsam mit neun Food-ExpertInnen in sechs Modulen an ihren Ideen gefeilt haben. Das Ergebnis: eine bunte Mischung an Innovationen. Von Aromen für Fleischalternativen über alkoholfreien Gin bis hin zur steirischen Snack-Edamame und American Cookies. Für mich zeigt sich darin jedes Mal aufs Neue, wie viel Potenzial und Vielfalt in der steirischen Lebensmittelbranche steckt.

Wenn Food-Trends auf die Steiermark treffen

Ein besonderes Highlight des Abends war die Keynote von Hanni Rützler, der wohl bekanntesten Foodtrend-Expertin im deutschsprachigen Raum. Wenn sie erzählt, wo die Reise in Sachen Ernährung hingeht, hört man gebannt zu und ich musste innerlich grinsen, weil mir beim Zuhören klar wurde: so vieles davon gibt es bei uns in der Steiermark längst. Innovation, Nachhaltigkeit, neue Geschmackskonzepte, hier vor Ort sieht man schon viele Beispiele dafür. Dieser Aha-Moment, wenn man merkt: wir sind Teil einer Bewegung, die weltweit diskutiert wird.

Showtime im Audi Max der FH Joanneum

Am 24. September war es eben so weit: Finale im Audi Max der FH Joanneum.
Neun Betriebe präsentierten auf der Bühne ihre Produkte, erzählten ihre Geschichten und lieferten ab, als wären sie alle schon alte Hasen.

Eine hochkarätige Jury bewertete Geschmack, Optik, Innovationsgrad und Marktpotenzial. Ich muss gestehen: da war ich fast ein bisserl neidisch, nicht mit am Jury-Tisch zu sitzen. Zum Glück gab’s danach die Möglichkeit für uns Besucher, selbst zu probieren, ins Gespräch zu kommen und so vielleicht das eine oder andere neue Lieblingsprodukt zu finden. Kein Scherz: Noch während der Präsentation hab ich im Onlineshop einer Teilnehmerin zugeschlagen. Wenn das kein Beweis ist…

Die Sieger 2025

Am Ende wurden die besten drei gekürt und das war nochmal ein Gänsehautmoment:

Thorsten Krauss von der Destillery Krauss gewann mit seinem alkoholfreien Gin, der zeigt, dass Genuss auch ohne Alkohol spannend sein kann.

Yflavour, die Marke von Lukas Bernauer und Astrid Radkohl, holte Platz zwei. Mit ihren Aromen für Fleischalternativen, die genau den Nerv des Nachhaltigkeitstrends treffen.

Sepp Mosshammer von der Fleischerei Mosshammer landete gemeinsam mit Daria De Astis mit seiner „Brettljause 2.0“ auf Platz drei: drei feine Aufstriche in der Dose, praktisch, haltbar und dabei richtig gut im Geschmack.

Richtig cool fand ich, wie sehr man den Menschen auf der Bühne angesehen hat, dass es hier nicht um irgendeinen Pitch geht, sondern um echte Leidenschaft. Und als SFG-Geschäftsführer Christoph Ludwig bei der Verleihung strahlte, war klar: für ihn ist die Food Masterclass genauso ein Highlight wie für die TeilnehmerInnen und das Publikum.

Neue Geschmäcker, neue Begegnungen, neue Ideen

Und genau das macht die Food Masterclass für mich so besonders: es geht nicht nur ums Gewinnen, sondern ums Erleben. Für die Betriebe ist es die Chance, ihre Ideen zu zeigen und Feedback zu bekommen. Für uns BesucherInnen ist es ein Abend voller neuer Geschmäcker, Begegnungen und Inspiration. Man geht raus, vielleicht mit einem neuen Lieblingsprodukt, ganz sicher aber mit dem Gefühl: in der Steiermark tut sich echt was in Sachen Food.

www.sfg.at/styrian-food-hub

 

Die Food Masterclass ist ein echter Mutmacher

Styrian Food Hub Leiterin Susanne Urschler über die Magie der Food Masterclass, was sich bei den Betrieben in sechs Monaten verändert und warum am Ende alle mit mehr als nur einem Produkt nach Hause gehen.

Was macht die Food Masterclass für dich persönlich so besonders?
Die Energie! Man spürt einfach, wie sehr die Betriebe für ihre Ideen brennen. Für mich ist es jedes Jahr ein Highlight zu sehen, wie aus ersten Skizzen und Gedanken plötzlich fertige Produkte werden, die man angreifen, verkosten und erleben kann.

Wie erlebst du die Betriebe während der Monate der Begleitung, was verändert sich am meisten?
Am Anfang sind viele noch unsicher: Reicht meine Idee? Kommt das überhaupt an? Wie sieht der Bereich der Lebensmittelsicherheit aus? Modul für Modul wird sichtbar, wie die Ideen reifen und sich entwickeln. Die Teilnehmenden lernen, ihre Produkte gezielt zu optimieren und klar am Markt zu positionieren

Was nehmen die TeilnehmerInnen nach dem Finale deiner Meinung nach am stärksten mit?
Dass sie nicht alleine sind. Sie haben mit dem Styrian Food Hub ein Netzwerk an ihrer Seite. ExpertInnen, andere Betriebe, die ähnliche Fragen und Herausforderungen haben. Dieses Gefühl, Teil einer Community zu sein, ist oft genauso wertvoll wie der Preis oder die Auszeichnung. Und: Sie wissen, dass ihre Ideen Potenzial haben, das gibt Rückenwind.

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