Wenn der Weg zum Erlebnis wird: Blickwechsel-Tour in der Südsteiermark

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Wer langsamer unterwegs ist, sieht mehr. Mehr von der Landschaft, mehr von den Menschen, mehr von den Geschichten, die zwischen den Hot Spots verborgen liegen. Genau deshalb haben wir uns auf Etappe 3 der Blickwechsel Tour eingelassen und die Südsteiermark plötzlich mit ganz anderen Augen gesehen.

Aussteigen, aufsteigen und losradeln

Pünktlich bringt uns der Zug von Graz zum Bahnhof nach Kaindorf an der Sulm, wo bereits Joachim von RENT AN eBIKE Südsteiermark mit perfekt vorbereiteten Rädern auf uns wartet. Die Räder sind vorbereitet, auf die jeweilige Größe eingestellt und nach einer kurzen Einschulung kann es auch schon losgehen. Wir starten mit Etappe 3 der Blickwechsel-Tour, einer genussvollen Entdeckungsreise zwischen Leibnitz, Heimschuh und Kitzeck.

Besonders angenehm: Die Organisation könnte unkomplizierter kaum sein. Ein Anruf bei RENT AN eBIKE Südsteiermark genügt und schon wird alles Weitere organisiert – vom passenden E-Bike bis zur Übergabe direkt vor Ort. Einfach, flexibel und ausgesprochen zuvorkommend.

Ein Auftakt für alle Sinne

Unser erster Stopp ist das Besucherzentrum Grottenhof. Schon oft davon gehört, schon oft darüber gelesen, aber noch nie selbst dort gewesen. Umso größer ist die Überraschung. In den historischen Mauern des Besucherzentrums treffen regionale Produkte, spannende Ausstellungen und die Geschichte der Südsteiermark aufeinander. Hier erfährt man nicht nur Wissenswertes über die Region, sondern auch darüber, was sie ausmacht: gelebte Tradition, regionale Wertschöpfung und die enge Verbindung zwischen Mensch und Natur.

Besonders faszinierend ist die Welt der Bienen und des Honigs. Wie viel Arbeit, Wissen und Leidenschaft hinter einem Glas Honig stecken, wird hier eindrucksvoll vermittelt. Ein perfekter Auftakt für eine Tour, die die Südsteiermark nicht nur zeigt, sondern erlebbar macht.

www.besucherzentrum-grottenhof.at

Eine kleine Auszeit am Wasser

Nur wenige Radminuten entfernt liegt das Sulmbad zum Steinernen Wehr, das älteste Flussbad der Steiermark. Das leise Plätschern des Wassers, die angenehme Kühle und die Ruhe dieses besonderen Ortes machen ihn zu einer kleinen Oase an einem außergewöhnlich heißen Frühsommertag. Einer jener Plätze, an denen man automatisch einen Gang zurückschaltet und den Moment genießt.

Während das Wasser gemächlich an den Füßen vorbeifließt, rücken To-do-Listen und Alltagsstress plötzlich in weite Ferne. Stattdessen hört man Vogelgezwitscher, das Rauschen der Sulm und das Lachen jener Menschen, die diesen besonderen Ort für sich entdeckt haben. Genau solche Plätze machen den Reiz der Blickwechsel-Tour aus. Keine großen Inszenierungen, keine überlaufenen Hotspots – sondern Orte, die man sonst vielleicht nie entdecken würde und gerade deshalb in Erinnerung bleiben.

steinernewehr.at

Mehr als nur Kernöl

Über den Kittenberg und entlang der Sulm führt uns die Tour weiter nach Heimschuh zur Ölmühle Hartlieb. Lange bevor wir unser Ziel erreichen, verrät sich die Mühle bereits selbst. Der Duft frisch gerösteter Kürbiskerne liegt in der Luft und zieht uns förmlich an. Drinnen wird schnell klar: Hier geht es um weit mehr als Kernöl. Es geht um gelebte Tradition, echtes Handwerk und die Leidenschaft, mit der die Familie Hartlieb ihren Betrieb bereits in fünfter Generation führt. Menschen wie Nina Hartlieb machen deutlich, warum regionale Produkte mehr sind als Lebensmittel, sie erzählen Geschichten. Und auf der Blickwechsel-Tour kann man sie erleben.

www.hartlieb.at

Ein Aussichtspunkt zum Durchatmen

Für den nächsten Abschnitt bleiben die Räder stehen. Statt in die Pedale zu treten, geht es nun Schritt für Schritt bergauf Richtung Keltischer Wehrturm. Vorbei an Skulpturen und kunstvoll gestalteten Steinobjekten führt der Weg durch die Natur. Mit jedem Höhenmeter wird die Aussicht ein wenig spektakulärer. Und dann steht man oben. Vor einem liegen das Sulmtal, die sanften Hügel der Südsteiermark und eine Landschaft, die aussieht, als hätte jemand sie gemalt. Einer dieser Momente, in denen man automatisch das Handy wegsteckt, tief durchatmet und einfach nur schaut. Herrlich. Anders kann man es nicht sagen.

Mittendrin statt nur unterwegs

Danach führt uns die Tour nach Kitzeck. Ein Ort, den viele kennen. Und doch fühlt sich heute alles anders an. Wer mit dem Rad unterwegs ist, erlebt die Südsteiermark nicht durch die Windschutzscheibe, sondern mittendrin. Man grüßt Menschen am Wegesrand, spürt den Fahrtwind im Gesicht und nimmt die Landschaft viel bewusster wahr. Die Aussicht wartet nicht nur an den bekannten Fotospots – sie begleitet einen auf jedem einzelnen Kilometer.

Die Abfahrt zur Buschenschank Malli, dem steilsten Weingut Österreichs, ist schließlich purer Genuss. Kurve um Kurve eröffnet sich ein neuer Blick auf die südsteirische Hügellandschaft. Vorbei an Weinbergen, Kellerstöckln und kleinen Höfen wird schnell klar, warum viele diesen Teil der Steiermark lieben. Auf der Terrasse genießen wir hausgemachte Spezialitäten, frisches Brot und die herzliche Gastfreundschaft, für die die Region bekannt ist. Eigentlich genau der richtige Ort, um die Zeit ein wenig zu vergessen.

www.weingut-malli.at

 

Genau darum geht's

Doch auch der schönste Aufenthalt geht irgendwann zu Ende. Also schwingen wir uns noch einmal auf die Räder und machen uns auf den Weg zurück Richtung Leibnitz. Noch einmal führt uns die Strecke durch die sanften Hügel der Südsteiermark, vorbei an Weingärten, Wiesen und kleinen Höfen.

Und genau diese letzten Kilometer bleiben besonders in Erinnerung. Nicht, weil noch ein weiteres Highlight auf uns wartet. Sondern weil sie noch einmal zeigen, worum es bei der Blickwechsel-Tour eigentlich geht. Nicht möglichst schnell von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu gelangen, sondern die Region bewusst zu erleben. Die Landschaft wahrzunehmen. Den Fahrtwind zu spüren. Einfach unterwegs zu sein.

Zum Schluss noch ein Genussmoment

Den krönenden Abschluss bildet schließlich das Hotel und Restaurant Staribacher. Hervorragende Küche, herzlicher Service und eine entspannte Atmosphäre sorgen dafür, dass man einen erlebnisreichen Tag genussvoll ausklingen lassen kann. Wer die Südsteiermark noch intensiver erleben möchte, kann hier auch gleich übernachten und den Aufenthalt ganz entspannt verlängern.

www.staribacher.at

Während die Abendsonne die Südsteiermark in warmes Licht taucht, lassen wir die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren. Und dabei wird uns klar: Manche Regionen lernt man nicht kennen, indem man möglichst viel sieht. Sondern indem man sich Zeit nimmt, sie wirklich zu erleben.

Man merkt den Unterschied

Die Blickwechsel-Tour macht ihrem Namen alle Ehre. Denn plötzlich geht es nicht mehr darum, möglichst viele Highlights an einem Tag abzuhaken. Es geht um die Geschichten dazwischen, um die Begegnungen am Wegesrand, um das Plätschern des Wassers, den Duft frisch gerösteter Kürbiskerne und
den Fahrtwind zwischen den Weinbergen. Man erlebt die Südsteiermark nicht nur, man nimmt sie wahr – mit allen Sinnen.

Lust auf den eigenen Blickwechsel? Hier gibt’s mehr Infos.

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