Die Fantastischen Fünf

5 gewinnt: 5 Köche, 5 Gänge, 5 Jahre Almkulinarik by Richard Rauch - und 5komma5sinne mittendrin. Auf der Waldhäuslalm in Untertal zauberten 5 Ausnahmeköche zusammen mit ihren Produzenten die kulinarische Vielfalt der Erlebnisregion Schladming-Dachstein auf den Teller.

Die Fantastischen Fünf

5 gewinnt: 5 Köche, 5 Gänge, 5 Jahre Almkulinarik by Richard Rauch - und 5komma5sinne mittendrin. Auf der Waldhäuslalm in Untertal zauberten 5 Ausnahmeköche zusammen mit ihren Produzenten die kulinarische Vielfalt der Erlebnisregion Schladming-Dachstein auf den Teller.

Die „Fantastischen Vier“ haben neue Konkurrenz: Denn es ist nicht übertrieben, von den „Fantastischen Fünf“ zu sprechen, nach diesem kulinarischen Gipfeltreffen mit Bergpanorama in der Region Schladming-Dachstein. Fünf Spitzenköche haben auf der Waldhäuslalm in Schladming nicht nur die kulinarische Vielfalt der Region auf den Teller gezaubert – sie haben bei dieser in kürzester Zeit ausverkauften Veranstaltung auch ihre regionalen Produzenten vor den Vorhang geholt. „Das ergibt für alle Seiten eine Win-Win-Situation. Denn die Kulinarik ist in unserer DNA“, erklärt Mathias Schattleitner, Geschäftsführer der Erlebnisregion Schladming-Dachstein. Im Verbinden von Tourismusbetrieben mit regionalen Direktvermarktern, Produzenten und Landwirten sieht er „die ganz große Chance für den Tourismus, weil wir da besser aufgestellt sind als so manche im Westen“.

5 Spitzenköche servierten in 5 Gängen die kulinarische Vielfalt der Region Schladming-Dachstein
Mathias Schattleitner, Geschäftsführer Erlebnisregion Schladming-Dachstein und Vier-Hauben-Koch Richard Rauch.

5 Jahre Almkulinarik by Richard Rauch

Initiiert hat Schattleitner dieses neue Format „Ein Abend, fünf Köche“ zusammen mit Vier-Hauben-Spitzenkoch Richard Rauch. Die beiden haben ja – wir bleiben bei der Zahl fünf – vor genau fünf Jahren die „Almkulinarik“ ins Leben gerufen. Seither hat der Kulinarik-Virtuose Rauch zusammen mit Hüttenwirten der Region Schladming-Dachstein mehr als 100 Almkulinarik-Gerichte entwickelt. Er gab vor den rund 90 hauptsächlich einheimischen Gästen auf der Waldhäuslalm zu, dass es im Gegensatz zu Urlaubsgästen gar nicht immer so einfach sei, auch die Menschen aus der Region mit Kulinarik zu beeindrucken: „Und zwar deshalb, weil sie diese hohe Qualität der Produkte und die enorme Vielfalt der Region ja gewohnt sind, weil sie beides tagtäglich vorfinden.“ Deshalb wolle man mit „Ein Abend, fünf Köche“ noch einmal „eine Steigerung schaffen“. Und wir von 5komma5sinne nehmen es gleich vorweg: Das ist an diesem Abend zwischen Ochsenschleppknödeln, gebeiztem Saibling und Ennstaler Milchmousse eindrucksvoll gelungen…

Fotocredit: Ulrich Dunst

Trat Richard Rauch vor Millionenpublikum jüngst noch im VOX-Kochduell "Kitchen Impossible" gegen Tim Mälzer an (der Steirer ließ dem Deutschen nicht den Hauch einer Chance...), so erlebten wir in der Küche der der Waldhäuslalm, welch kulinarische Kraft entstehen kann, wenn fünf Spitzenköche nicht gegeneinander antreten, sondern Hand-in-Hand zusammengreifen. Dabei entwickelte Waldhäuslalm-Hausherr Andreas Zechmann die Vorspeise, Zwei-Hauben-Koch Stefan Ell-Mayer vom Wirtshaus und Dorfhotel Mayer den ersten Zwischengang, Richard Rauch den zweiten Zwischengang, Thomas Spielbichler vom E42 Mountainsteil den Hauptgang und Franz Danklmaier vom GrafenWirt den süßen fünften Gang. 

1. Gang # Andreas Zechmann - Waldhäuslalm

Gleich mit dem ersten Gang - Gebeizter Saibling mit Roten Rüben, Buttermilch und Hanf - zeigte Hausherr Andreas Zechmann von der Waldhäuslalm auf. "Keine einzige Sekunde" haben er und seine Familie nachdenken müssen, als sie gefragt wurden, ob sie bei "Ein Abend, fünf Köche" an Bord seien, so Zechmann. Seine Zutaten hatten die kürzeste Anreise: "Wir verwenden grundsätzlich die Fische aus unserem eigenen Teich vor der Hütte, Kräuter und Gemüse wachsen in unserem eigenen Kräutergarten, den meine Oma wundervoll betreut." Aber wie schafft man es dann im Winter, saisonales Gemüse und Kräuter auf den Teller zu bringen? "Da haben wir einen tollen Mitarbeiter im Keller, der heißt Herbert und ist ein Dörrofen."

Übrigens: Ein Besuch bei der Waldhäuslalm lässt sich im Sommer wunderbar mit einer kleinen Wanderung bei den Riesachwasserfällen verbinden. Infos und Tourentipps gibt es auf der Seite von Schladming-Dachstein.

arrow-next
arrow-prev

2. Gang # Stefan Ell-Mayer - Wirtshaus und Dorfhotel Mayer

Der erste Zwischengang - Bauernzwiebel, Radieschen-Rostzwiebelsud mit brauner Butter und Senf - trug die Handschrift von Zwei-Hauben-Koch Stefan Ell-Mayer vom Wirtshaus und Dorfhotel Mayer in St. Martin am Grimming, der zehn Jahre in der internationalen Spitzengastronomie aufgekocht hat. Seine Überzeugung, wie er 5komma5sinne verraten hat: "Gutbürgerliche Küche und Spitzengastromie siedeln sich immer dort an, wo es erstklassige Produkte gibt." Aus diesem Grund präsentierte Stefan Ell-Mayer seinen Gang zusammen mit einem seiner Stammlieferanten, Florian Lämmerer (vulgo Goschn Lehen), der sein Gemüse in Irdning-Donnersbachtal kultiviert. 

Übrigens: Ein Besuch beim Wirtshaus Mayer lässt sich auch gut mit einer Salza Wasserfallwanderung verbinden. Infos und weitere Tourentipps finden Sie auf der Seite von Schladming-Dachstein. 

arrow-next
arrow-prev

3. Gang # Richard Rauch - Geschwister Rauch

"Es ist für mich schon so etwas wie heimkommen, wenn die Wirte hier in der Region zu mir sagen: Richard, du kennst dich eh aus in meiner Küche, leg los", verriet Almkulinarik-Mastermind Richard Rauch, dessen Vier-Hauben-Lokal - Geschwister Rauch in Trautmannsdorf - ja im Thermen- und Vulkanland liegt und der seit fünf Jahren intensiv mit Almkulinarik-Gastronomen in der Region Schladming-Dachstein zusammenarbeit.

"Ob diese Küchen nun mit vier Hauben, fünf Sternen, vier Gabeln oder anders ausgezeichnet sind - oder ob es sich um eine urige Almhütte ohne Strom handelt: Das wichtigste ist noch immer das direkte und ehrliche Feedback der Gäste", ist Richard Rauch überzeugt: "Wenn man nah dran ist an den Gästen, dann bekommt man ein Gespür dafür, ob man auf dem richtigen Weg ist." Auf der Waldhäuslalm jedenfalls überzeugte Rauch mit geschmorten Schweinsbackerln mit Schladmingerbier, Topinambur, Breinwurstcreme und weißem Pfefferschaum.

arrow-next
arrow-prev

4. Gang # Thomas Spielbichler - E42 Mountainsteil

Für den Hauptgang zeichnete Thomas Spielbichler vom E42 Mountainsteil in Haus im Ennstal verantwortlich. Sein Trumpf sei die Nähe zu den Produzenten, verriet er uns, während er Zweierlei vom heimischen Hochlandrind in der Waldhäuslalm zubereitete. Und zwar einmal rosarot gebraten mit Polenta und Schwarzwurzel. Und einmal in Knödelform aus Ochsenschlepp - dem (rein subjektiv) Gaumenhöhepunkt dieses Abends. 

Für anerkennende Schmunzler bei der Präsentation des Hauptgangs sorgte Spielbichlers Partner, der Fleischhauer und Biobauer Christian Tasch. Ganz im Stile eines Sommeliers präsentierte er das Fleisch seiner Hochlandrinder, die "drei Sommer lang auf den Südhängen der Tauplitzalm, auf 200 Millionen Jahre altem Gestein", grasen dürfen.

Wandertipp: Wer einen Besuch im E42 mit einer Wanderung, etwa der Sonnberg- oder der Birnberg-Runde, verbinden möchte, findet auf der Seite von Schladming-Dachstein viele Tipps. 

arrow-next
arrow-prev

5. Gang # Franz Danklmaier - Grafenwirt

"Der Gaumen der Gäste soll Heimisches schmecken, aber immer wieder überrascht werden", ist das Motto von Franz Danklmaier vom GrafenWirt in Aich. Die angenehmsten Überraschungsmomente gelingen aus seiner Erfahrung, "mit alten, oft schon vergessenen Gerichten oder Zutaten, die die Gäste vielleicht noch aus der Kinderheit in Erinnerung haben, weil das die Oma so gemacht hat." Damit ließen sich - im wahrsten Sinne des Wortes - oft positive Emotionen hochkochen.

Als fünften Gang tischte Danklmaier, zusammen mit Renate und Andreas Hof aus Donnersbach, ein "Milch hoch zwei" aus Kuh und Ziege auf, mit Milchmousse, Topfenknödel, Rhabarber und Buchweizen. "Unsere Region lebt stark von der Milchwirtschaft - da haben wir das Glück, in einer so wunderschönen Region zu leben, die hier auch kulinarisch aus der Vielfalt schöpfen kann", ist Danklmaier überzeugt. 

Und wer die Region um den Grafenwirt auch wandernd erleben will, findet auf Schladming-Dachstein weitere Tourentipps um Aich-Assach. 

arrow-next
arrow-prev

# Weitere kulinarische Highlights und deren Produzenten

Für die stimmige Weinbegleitung bei "Ein Abend, fünf Köcche" inmitten der Schladinger Berglandschaft sorgte passenderweise Gerhard Wohlmuth, dessen Trauben im Sausal bei Kitzeck ebenfalls in den höchstgelegenen Weingärten des Landes heranreifen. Kredenzt wurde zweimal Riesling (einmal Spätlese), zweimal Sauvignon Blanc und ein Pinot Noir.

Hauswürstel und Speck fürs Gedeck stammten vom Landgut Putterer aus Aigen, die Bauernbutter vom Engelhardthof in der Ramsau. Die hervorragenden Produkte für den abschließenden Käseteller lieferten der Moserhof aus Haus im Ennstal (Chilli- und Schnittliauch-Schnittkäse), der Engelhardthof (Ramsauer Schneekugerl und Bockshornklee), der Hüttstädterhof aus Aigen (Grimminger und Tausinger Käse). Und das Südtiroler Brot stammt vom bekannten Steffl-Bäck aus Haus.

arrow-next
arrow-prev

Schon die Premiere von "Ein Abend, fünf Köche" offenbarte, welche kulinarische Kraft freigesetzt werden kann, wenn Tourismus, Wirte und regionale Produzenten an einem Strang ziehen. "Die Nachfrage war fünfmal höher als die verfügbaren Plätze", freuten sich Mathias Schattleitner und Richard Rauch. Klare kulinarische Konsequenz: Es gibt eine zweite Auflage mit den 5 Köchen und 5 neuen Gängen - am 17. September im Wirtshaus und Dorfhotel Mayer in St. Martin am Grimming. 

Viele weitere Infos zur Almkulinarik finden sie auf www.schladming-dachstein.at/kulinarik.